Wir und die anderen Tiere

Corona- und Klimakrise haben verstärkt die Suche des Menschen nach einem neuen Verhältnis zur Natur getriggert. Dabei spielt die Beziehung zu den Tieren eine besondere Rolle. Die unzweifelhafte Vernetzung des Menschen mit der Natur führt vielerorts dazu, die Grenze zwischen Mensch und Tier zu nivellieren, bis hin zur Einforderung von Grundrechten für Primaten. Was davon ist ethisch geboten oder fragwürdig?

Nahtoderfahrung und ihre Bedeutung für die Theologie

Das Thema der Nahtoderfahrung stellt nicht nur für die Naturwissenschaften, sondern auch für die Theologie eine Herausforderung dar. Prof. Dr. Enno Edzard Popkes griff diese Spannung in seinem Vortrag „Nahtoderfahrung und ihre Bedeutung für die Theologie“ auf und zeigte die Beziehungen zwischen den nachösterlichen Berichten über den auferstandenen Jesus und Nahtoderfahrungen.

Was ist eigentlich eine religiöse Erfahrung?

Tobias Müller hat sich als Aufgabe des Eröffnungsvortrags vorgenommen, zwei große Container Begriffe begrifflich zu präzisieren, nämlich «Religion» und «Erfahrung». Dabei dürfe man die Erfahrung nicht auf bestimmte Erlebnisse beschränken. Es könne sich hierbei um außergewöhnliche mystische Erlebnisse, aber auch um die von Whitehead erwähnte Resonanzerfahrung handeln.

RSNG-Kongress 2021 – Erfahrung und Transzendenz

Unter dem Titel «Erfahrung und Transzendenz» ging es vom 1. bis 3. Oktober 2021 um die «Deutung von religiöser Erfahrung in Lebenswelt, Theologie und Naturwissenschaften» – so der Untertitel. Die Dokumentation des Kongresses im Rahmen des «Religion and Science Network Germany» (RSNG) enthält die Hauptvorträge und die Projektvorstellungen.

Schöpfungsvertrauen in Zeiten der Krisen

Markus Vogt, Sozialethiker der LMU München, ist davon überzeugt, dass wir die Umweltkrise nur dann bewältigen, wenn uns eine radikale Transformation unseres Naturverhältnisses gelingt. Dazu kann der ökologische Dialog als ‚locus theologicus‘ für die Gottesfrage werden.

Auferstehung heute denken – zum neuen Osterbuch von Hans Kessler

Laut Hans Kessler werde «nichts über Jesus so missverstanden und fehlinterpretiert wie die Auferstehung». Daher hat Kessler jetzt seine wissenschaftlichen Ausführungen in einem leicht verständlichen neuen Osterbuch reformuliert – gerade «angesichts der heute so wirkmächtigen naturalistischen Weltsicht».

Tag des Artenschutzes

Am «Tag des Artenschutzes» wendet sich Simone Horstmann gegen eine Instrumentalisierung und Außensicht der Tiere und fordert die Berücksichtigung ihrer Innensicht und eine verstehende Öko-Theologie.

Wildwechsel. Erkundigungen zum Verhältnis von Theologie und Ökologie

Simone Horstmann entwickelt ihre Theologie der Tiere methodisch aus einer religionskritischen Perspektive heraus und ex negativo aus den bisherigen kirchlichen Verlautbarungen, die von der Instrumentalisierung der Tiere als «unvermeidbare Grundkategorie» ausgehe. Gegenüber einer Außensicht der Tiere plädiert sie für eine Berücksichtigung der Innensicht und eine verstehende Öko-Theologie.

Rückkehr der Wildtiere

Mit einer Überwindung der Tiervergessenheit der Theologie, mit der Bestandsaufnahme der Konflikte und ethischen Positionen sowie einer möglichen Neuorientierung agrar-ökonomischer Rahmenbedingungen kommt die Online-Tagung zu dem Schluss, dass eine Koexistenz von Wild- und Weidetieren möglich und geboten ist.