Wildwechsel. Erkundigungen zum Verhältnis von Theologie und Ökologie

von Simone Horstmann

Simone Horstmann

Simone Horstmann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Institut für Katholische Theologie der TU Dortmund
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für katholische Theologie der Technischen Universität Dortmund; zweite Vorsitzende des Instituts für Theologische Zoologie der PTH-Münster. Veröffentlichungen u.a.: Religiöse Gewalt an Tieren (2021); Was fehlt, wenn uns die Tiere fehlen? (2020); Alles, was atmet. Eine Theologie der Tiere (2018, gem. mit Th. Ruster, Gr. Taxacher)
Simone Horstmann

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Mit “Wildwechsel” thematisiert Simone Horstmann die Begegnung der Lebensräume von Mensch und Tier bei der Online-Tagung “Rückkehr der Wildtiere”, 4.-5. Dezember 2020.

    Dabei entwickelt Horstmann ihre Theologie der Tiere methodisch aus einer religionskritischen Perspektive heraus und ex negativo aus dem bisherigen Proprium kirchlicher Verlautbarungen, das von der Instrumentalisierung der Tiere als “unvermeidbare Grundkategorie” ausgehe. Entsprechend sehe sich der Mensch gern als Gegenüber und außerhalb der Natur bis dahin, dass er zum zentralen Feind der meisten Organismen geworden sei. Die Angst der Tiere vor dem Menschen sei – mit Jens Soentgen – das markanteste Merkmal, quasi die Innenseite des Anthropozäns. Bedauerlich auch, dass sich die Ökologie fast ausschließlich auf die “Außenansichten” der von ihr beschriebenen Zusammenhänge konzentriert und die “Innenseite” der Tiere vergessen habe. Im Gegenzug lasse sich daraus ein Plädoyer für eine “hermeneutische Ökologie” und eine “hermeneutische Öko-Theologie” ableiten, dem Versuch also, die Innenseite der Tiere zu verstehen – der Gefahr einer Anthropomorphisierung zum Trotz.

    Abschlussdiskussion

    mit den TagungsteilnehmerInnen und Simone Horstmann, Regine Kather und Thomas Potthast

      Die Beiträge der Tagung

      Simone Horstmann entwickelt ihre Theologie der Tiere methodisch aus einer religionskritischen Perspektive heraus und ex negativo aus den bisherigen kirchlichen Verlautbarungen, die von der Instrumentalisierung der Tiere als "unvermeidbare Grundkategorie" ausgehe. Gegenüber einer Außensicht der Tiere plädiert sie für eine Berücksichtigung der Innensicht und eine verstehende Öko-Theologie.