Darwins Zufall
«Freiheit» schien mit Darwin vertrieben worden zu sein. Löst man ihn aber vom newtonschen Weltbild, wird aus ihm – vor dem Hintergrund des Weltbilds der modernen Physik – geradezu ein Freiheitskämpfer.
«Freiheit» schien mit Darwin vertrieben worden zu sein. Löst man ihn aber vom newtonschen Weltbild, wird aus ihm – vor dem Hintergrund des Weltbilds der modernen Physik – geradezu ein Freiheitskämpfer.
Wenn Gott eine Schöpfung ermöglicht, in der Wesen ein gewisses Maß an Freiheit haben, dann kann Gott den Gang der Dinge nicht determinieren.
Oder: die Illusionen der Moral. Der Blick in die Evolution des Menschen zeigt uns Grenzen der Moralfähigkeit auf. Gibt es Hoffnung auf ein universales Wertesystem?
Die Frage nach Übel und Leid ist zu Recht die größte Anfrage an den Gottesglauben. Kann eine Welt, in der es natürliches Leid und moralisch Böses gibt, von einem guten Gott geschaffen sein? Ausgerechnet in der Theorie Darwins sehen manche nun einen Ausweg aus dem Dilemma dieser so genannten Theodizeefrage.
Thematisch reicht das Werk des bekannten Biologen von der Ökologie des Bösen über die Arithmetik und Ethologie des Bösen bis zur Psychologie und Identität des Bösen. Der Autor geht von der Grundannahme aus, dass das Leben, wenn es auch keinem großangelegten Plan folgt, dennoch seine eigene Logik besitzt.
Der bekannte Philosoph I. Kant soll gesagt haben: „Zwei Ding sind es, die mich immer wieder mit großer Ehrfurcht erfüllen: Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir!“ Das ruhige Verweilen und staunende Betrachten ist auch für den bekannten Kosmologen und Astrophysiker G. Hasinger faszinierend.
«Schönborn versöhnt sich mit den Darwinisten» titelt die grazer «Kleine Zeitung» vom 4.3.2009 und versichert gleichzeitig im Untertitel, dass sich der Kardinal von den US-Kreationisten distanziere.
Pierre Teilhard de Chardins Merksatz «Gott macht, dass die Dinge sich selber machen» fasst den Vortrag des Biologen und Jesuiten Christian Kummer zutreffend zusammen. Der Merksatz hält fest, dass die Evolution «autonom» abläuft und Gott nicht wie ein Handwerker eingreift und an die Stelle innerweltlicher Ursachen tritt. Damit ist auch ein Konkurrenzverhältnis von Theologie und Evolutionsbiologie ausgeschlossen.
Matthias Roser, Lehrer und Fachbereichsleiter für evangelische Religion, legt eine umfassende Material- und Ideensammlung zur Kontroverse «Evolution und Schöpfung» vor, die soeben auf dem Markt erschienen ist.
„Einen so doofen Gott kann es gar nicht geben! Gott ist so was wie ein Riesen-Osterhase für Erwachsene!“ Die Heldin des Kinderbuchs „Susi Neunmalklug erklärt die Evolution“ hat für die Schöpfungserzählung ihres Lehrers nur Gelächter und Häme übrig, denn sie weiß es besser: Nur Urknall und Evolution sind als Ursache für Welt und Menschen Ernst zu nehmen.
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