Was wir lieben schützen wir – Fotografie im Dienst von Naturästhetik und Ökologie

von grenzfragen

Die Tagung ging zunächst der Frage nach, wieso man Natur heute in der Regel ohne ästhetische und religiöse Aspekte versteht und unter welchen Prämissen man diese Dimensionen wieder integrieren kann – und muss. Anders als theoretische Reflexionen und naturwissenschaftliche Experimente, die die Natur zum (Verfügungs-)Objekt und den Menschen zu einem außenstehenden Beobachter machen, kann das unmittelbare Erleben der Natur eine andere Perspektive eröffnen. Dieses Erleben – ebenso wie Bilder und Fotos – erreicht nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz. Ein solches emotional unterfüttertes, empathisches Naturverhältnis nimmt den Eigenwert der Natur ernst und erkennt das Schützenswerte anders als reines Verfügungsdenken.

Diesen Vorüberlegungen entsprechend bediente die Tagung nicht nur einen theoretischen Zugang zur Natur (Regine Kather), sondern auch einen praktischen Zugang durch Fotoexkursion und Fotokurs (Thomas Jay Oord, Angelika Kamlage). Der Workshop von Angelika Kamlage kann an dieser Stelle nicht dokumentiert werden, da er von Beginn an auf Interaktion angelegt war und zum Teil in den Botanischen Garten der Universität Hohenheim führte. Gern kann er als Einladung für die Neuauflage dieses Tagungsformat im nächsten Jahr verstanden werden.

Von der Quantität zur Qualität: In Zeiten digitaler Massenproduktion von Fotos rät Angelika Kamlage eher zu Zurückhaltung, zu sorgfältiger Planung eines Fotos und zur Konzentration auf das Wesentliche.

Die Beiträge der Tagung

Gegen den Trend, die Natur heute in der Regel ohne ästhetische und religiöse Aspekte zu verstehen, setzt Regine Kather eine kontemplative Form der Naturbetrachtung, die die Frage nach dem Ursprung der Welt stellt aber auch ethische Dimensionen freisetzt. kann daher zum Anstoß werden, schließlich auch nach dem Ursprung der Welt zu fragen. Und sie kann eine ethische Wirkung hervorrufen,