RSNG-Tagung 2025: Heilsversprechen Künstliche Intelligenz?

Unter dem Titel „Heilsversprechen KI?“ widmete sich die diesjährige RSNG-Tagung
vom 26.-28. September 2025 gegenwärtigen KI-Diskursen und dem „Menschsein
zwischen Fortschrittshoffnung und dystopischer Bedrohung“. Der enorme Fortschritt
in der Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) und ihre zunehmende Integration in
unseren Alltag stellt bereits den Beginn einer tiefgreifenden gesellschaftlichen
Veränderung dar, die unsere menschliche Lebenswelt massiv und in noch nicht
absehbarer Weise beeinflussen wird.

Vom Sieger zum Verlierer? Der Mensch im Netz des Lebens

Was den Menschen bisher zum Sieger der Evolution gemacht hat, nämlich sein aggressiver Expansionismus, könnte ihm jetzt angesichts von Klimakrise und Artensterben zum Verhängnis werden. Muss der Mensch nun gegen seine Natur arbeiten, um der Sackgasse zu entkommen?

Natur als Prozess

Regine Kather plädiert für einen tiefgreifenden Wandel im menschlichen Verhalten und Denken, um die Natur zu bewahren und eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Eine ethische Neuausrichtung erkennt die Eigenwertigkeit und Dynamik aller Lebensformen und Ökosysteme an.

Hybris – Die Reise der Menschheit

Führt uns die expansive Erfolgsgeschichte der menschlichen Evolution nun in die ökologische Sackgasse? Nicht, wenn wir unsere Natur überwinden – meint der Paläogenetiker Johannes Krause.

Nach Corona: Reflexionen für zukünftige Krisen

Welche Lehren lassen sich aus der Corona-Pandemie für den Umgang mit zukünftigen Krisen ziehen? Dieser Band bietet konkrete Antworten. Er bündelt die Ergebnisse des Corona-Aufarbeitungsprozesses, der von der österreichischen Bundesregierung im Frühjahr 2023 angestoßen wurde. Im Mittelpunkt von fünf sozialwissenschaftlichen Analysen stehen politisch hochkontroverse Themen wie die Impfpflicht und die Schulschließungen. Die Rolle der Medien, das Problem der Wissenschaftsskepsis und die Organisation wissenschaftlicher Politikberatung in Krisenzeiten sind weitere Themenschwerpunkte.

Prozessontologische Transformationsethik

Die Welt verändert sich, transformiert sich kontinuierlich. Das geschieht in großen Bereichen der Welt in unüberschaubarer Fülle völlig ohne unser Zutun. In anderen dagegen können wir durchaus daran mitwirken. Wenn wir die Strukturen künftiger Entwicklungen in eine bestimmte Richtung beeinflussen wollen – und die Reaktion auf moralische Herausforderungen wie den Klimawandel ist ein guter Grund, genau das zu wollen – dann tun wir gut daran, Ressourcen zu vernetzen und diese Vernetzungen auf die vielen nötigen Transformationen der Welt hin zu konkretisieren.

Heilsame Provokationen – Andreas Benk verabschiedet sich in den Ruhestand

Über viele Jahre habe ich die Beiträge von Andreas Benk und seine Mitarbeit in einem interdisziplinären Arbeitskreis als Bereicherung und konstruktive Kritik erfahren. Ein kleiner Auszug aus diesen Begegnungen sei abschließend als Dank und Würdigung zusammengestellt, in der Hoffnung, dass der offizielle Abschied von der Hochschule keinen Abbruch der Begegnung darstellt.

Haudel: Theologie und Naturwissenschaft

Endlich liegt eine umfassende Darlegung des Verhältnisses von Theologie und Naturwissenschaft vor. Matthias Haudel erörtert die geschichtlichen Entwicklungen, die aktuelle Situation und die zukünftigen Herausforderungen. Zudem entfaltet er das theologische Schöpfungsverständnis vor dem Hintergrund der aktuellen Naturwissenschaften – und zwar sowohl hinsichtlich des Kosmos als auch im Blick auf den Menschen (u.a. Evolution, Neurowissenschaften).

Anthropozentrik am Ende?

Dokumentation der RSNG-Tagung vom 6.-8.10.23, die das Bild von der Sonderstellung des Menschen hinterfragte. Ist es nicht eher die Verwobenheit des Menschen mit der Natur? Auf der anderen Seite bedroht auch eine erstarkende KI die Sonderstellung. Was bleibt vom Menschen als „Krone der Schöpfung“?