Erschütterung des Menschenbildes? Bilanz und Ausblick aus philosophischer Perspektive

von Godehard Brüntrup

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Godehard Brüntrup

Professor für Metaphysik, Philosophie der Sprache und des Geistes bei Hochschule für Philosophie München
Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ ist Philosoph mit den Schwerpunkten Metaphysik, Philosophie des Geistes und Sprachphilosophie.
Publikationen u.a.: Das Leib-Seele-Problem (2008); Auferstehung des Leibes - Unsterblichkeit der Seele (2010); Eine philosophische Betrachtung zur so genannten "Nahtoderfahrung" (2014); zus. mit Ludwig Jaskolla hg.: Panpsychism - Contemporary Perspectives (2016).
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Nachgefragt – Abendgespräche zu Gesellschaft, Religion und Politik

Erschütterung des Menschenbildes?
Zehn Jahre Manifest der Hirnforscher

Montag, 13. Oktober 2014
Tagungszentrum Stuttgart-Hohenheim

    Zur Prognose „Erschütterung unseres Menschenbildes“ warf Godehard Brüntrup die grundsätzliche Frage auf, ob ein Menschen- oder Weltbild eine empirische Theorie darstellt, die durch eine andere empirische Theorie erschüttert werden könne. Dies verkenne, dass ein Menschen- oder Weltbild Elemente einer kreativen Deutung enthält, die über empirisch Nachweisbares hinausgeht und deshalb nicht unmittelbar aus der Empirie heraus verifizierbar oder falsifizierbar ist.

    In gleichem Sinne kann gefragt werden: Misst das Libet-Experiment überhaupt ‚Freiheit‘? An einleuchtenden Beispielen machte der Philosoph deutlich, dass das Bewusstsein – wenn erst einmal eine freie Entscheidung getroffen wurde – dies an neuronale Subprozesse delegieren kann, die dann quasi automatisch Handlungen hervorrufen. Genau diese automatisch ablaufenden Handlungen waren Gegenstand des Libet-Experiments, nicht etwa die Freiheit, die in der mit Gründen getroffenen Anfangsentscheidung lag.

    Die Veranstaltung im Überblick

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