Der Mensch: eine Einheit aus Leib und Seele

von Regine Kather

Regine Kather

Regine Kather

Lehrtätigkeit seit 1985 an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, u. a. in der Erwachsenenbildung. Veröffentlichungen u. a.: Was ist Leben? Philosophische Positionen und Perspektiven (2003); Person - Die Begründung menschlicher Identität (2007).
Regine Kather
Prof. Dr. Regine Kather Die Antwort auf die Frage, wie Leib und Seele miteinander verbunden sind, bestimmt letztlich unser Selbstverständnis, sie beeinflusst medizinische Therapien, ethische Entscheidungen und religiöse Überzeugungen.

Prof. Dr. Regine Kather:
Die Antwort auf die Frage, wie Leib und Seele miteinander verbunden sind, bestimmt letztlich unser Selbstverständnis, sie beeinflusst medizinische Therapien, ethische Entscheidungen und religiöse Überzeugungen.

Der Mensch: eine Einheit aus Leib und Seele

von Regine Kather bei der Tagung “Der Leib gehört zu meinem Wesen – Perspektiven auf die Gemeinschaft von Leib und Seele

23.-25.05.2003, Tagungszentrum Hohenheim

Seit einigen Jahren ist die traditionsreiche Frage nach der Verbindung von Leib und Seele durch die moderne Gehirnforschung wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Nach wie vor ist unklar, wie aus toter Materie ein informationsverarbeitendes Organ entstehen kann, das Bewusstsein besitzt und für das die Welt von Farben, Gerüchen und Tönen erfüllt ist.

Aber kann dieses Modell tatsächlich alle Aspekte der Gemeinschaft von Leib und Seele erklären? Dass chemische Substanzen wie Medikamente oder Drogen das Verhalten verändern, ist nur die eine Seite der Medaille; im Leib wiederum, in Blicken und Gesten drücken sich Absichten und Gefühle aus, eine Umarmung kann Trost oder Zärtlichkeit vermitteln. Offensichtlich beruht die menschliche Identität auf der Einheit von Leib und Seele. Doch was geschieht, wenn ein Mensch stirbt? Verlöscht mit den körperlichen Funktionen auch der Geist?

Fazit: Leib und Seele, so hat sich nun gezeigt, sind in vielfältiger Weise miteinander verbunden. Nicht allein durch den denkenden Geist, sondern mit allen Sinnen, leibhaft, erschließt sich die Welt in der Vielfalt ihrer Formen und Farben, ihrer Freuden und Leiden.

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Die Beiträge der Tagung in voller Länge:

Wer die Welt, die er erlebt, und sich selbst zu einem Konstrukt erklärt, der kann zwischen wahrer und illusionärer Erkenntnis nicht mehr unterscheiden und gibt damit seine eigene Aussage auf. ... Fühlen, Denken und Handeln können weder das Gehirn, noch die Seele, noch der Geist: Es ist der ganze Mensch, der fühlt, denkt und handelt.