Naturgesetzliche Grundlagen für die Theodizee-Frage

von Gerhard Haszprunar

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Gerhard Haszprunar

Gerhard Haszprunar

Prof. für Systematische Zoologie bei LMU München
Studium der Zoologie und Botanik in Wien mit Promotion, 1988 Habilitation (Zoologie) in Innsbruck. Seit 1995 Lehrstuhl für Systematische Zoologie an der LMU München und Direktor der Zoologischen Staatssammlung München. Seit 2006 Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. Veröffentlichung u. a.: Evolution und Schöpfung - Versuch einer Synthese (2009); Neue Antworten auf Hiob : Die Naturwissenschaften, der liebe Gott und das Leid (2016).
Gerhard Haszprunar

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Vortrag “Naturgesetzliche Grundlagen für die Theodizee-Frage” im Rahmen einer Tagung in Stuttgart-Hohenheim. Gerhard Haszprunar greift zur Erhellung der Theodizeefrage auf die Naturwissenschaften zurück, insbesondere auf Quantenphysik und Evolutionsbiologie.

    Haszprunar: Naturwissenschaftliche Grundlagen zur Theodizee

      Zusammenfassung

      Die Naturwissenschaften hätten zweifelsfrei festgestellt, dass der Ablauf des Weltgeschehens indeterminiert und zufällig, d.h. prinzipiell nicht vorherbestimmt sei, obwohl jedes Zufallsereignis wiederum naturgesetzliche Rahmenbedingung aufweise. Schöpferische Naturkräfte bzw. Naturgesetze (Emergenzen) könnten die Grenzen zwischen den Schichten des Seins überwinden und wirklich Neues schaffen wie den Menschen als Freiheitswesen.

      Leid, irrelevant ob durch Katastrophen oder durch böse Menschen verursacht, erscheine in diesem Konzept als unvermeidliche Konsequenz der Freiheit, die ein liebender Gott der gesamten Schöpfung (wiederum einschließlich des Menschen) gewähre.

      Thesenpapier zum Vortrags als pdf-Datei

      Die Beiträge der Tagung