Weltanschauliche Hintergrundannahmen bei der Interpretation von Nahtoderfahrungen

von Eckart Ruschmann

Eckart Ruschmann
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Eckart Ruschmann

Dr. Eckart Ruschmann ist Diplom-Psychologe, Philosophischer Berater und personzentrierter Psychotherapeut. Lehrtätigkeit an Fachhochschulen und Universitäten. Seit 1976 Ausbilder für personzentrierte Beratung. 2002 Habilitation in Philosophie an der Universität Klagenfurt mit einer Arbeit über "Philosophische Beratung".
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Für Eckhart Ruschmann gibt es in der Philosophie zunehmend Äußerungen, die dem Naturalismus als Hintergrund-Theorie ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Hauptgrund für diese Einschätzung ist, dass ein Hauptversprechen des Naturalismus, Leben und Bewusstsein auf physikalische Prozesse und Beschreibungsformen zurückführen zu können (zu reduzieren) in nichts erfüllt werden konnte.

Dass Kontroversen um die Erklärung von Nahtoderfahrungen oft unbefriedigend und ergebnislos bleiben, liegt dem Ruschmann zufolge daran, dass die zugrundeliegenden weltanschaulichen Hintergrundkonzeptionen nicht hinreichend offengelegt werden. Oft werde dabei ‚vergessen‘, dass der Naturalismus ebenfalls eine metaphysische Position sei. Ruschmanns Fazit: „Der Naturalismus ist es heute, der in Beweisnot geraten ist. Ein Vertreter dieser weltanschaulichen Ansicht muss gute Gründe aufzeigen, seine philosophisch eher schwache Position heute noch im wissenschaftlichen Kontext zu vertreten.“

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