Was glauben wir zu wissen? Wissenschaften vor der Gottesfrage

von Urs Baumann

Urs Baumann

Urs Baumann

Prof. Dr. Urs Baumann, Tübingen (*1941), Professor em. für Ökumenische Theologie am Institut für Ökumenische und Interreligiöse Forschung der Universität Tübingen;
Forschungsschwerpunkte: Neureligiöse Bewegungen, nachchristliche Religiosität und Christentum, Analyse religiöser Gegenwartssprache, Naturwissenschaften und Transzendenz, Ökumenische/Interreligiöse Methodik und Dialogpraxis.
Urs Baumann
Was glauben wir zu wissen? Wissenschaften vor der Gottesfrage Book Cover Was glauben wir zu wissen? Wissenschaften vor der Gottesfrage
Theologie im Kontext der Wirklichkeit 1
Urs Baumann
res publica
2020
420

Nach den im res publica Verlag neu herausgegebenen Bänden „Gott im Haus der Wissenschaft“ und „Was bedeutet Leben“ legt Urs Baumann mit seinem Buch „Was glauben wir zu wissen“ seinen eigenen Versuch zum Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften vor. In einer umfassenden Bewegung durch Physik, Biologie, Psychologie und Soziologie, fragt das Buch kritisch nach dem Sinn und der Bedeutung dessen, was wir zu wissen glauben, und spart dabei auch die Theologie nicht aus. Die Antwort auf diese existentiell bedeutsamen Fragen fordert dazu heraus, den Horizont der eigenen Gewißheiten radikal zu überschreiten.
Das Buch richtet sich an alle, die sich auf dieses Wagnis einlassen wollen: naturwissenschaftlich interessierte Leserinnen und Leser, die nach zeitgemäßen religiösen Antworten suchen; theologisch interessierte Leserinnen und Leser, die den Widerspruch zwischen ihrer Glaubenswelt und der Welt der Naturwissenschaften nicht hinnehmen wollen.

Urs Baumann sieht sein Buch als Versuch, das, was er in fast 30 Jahren in vielen Vorlesungen, Vorträgen, Beiträgen zum Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaft erarbeitet, entwickelt und zur Diskussion gestellt hat auf den Punkt zu bringen. Auf weit über 400 Seiten durchmisst der Autor das gewaltige (natur-)wissenschaftliche Terrain von der Physik über Biologie, Psychologie, Soziologie bis hin zur Theologie und hält dabei die bohrenden Fragen präsent: Wozu ist das Wissen, das wir gewinnen, eigentlich gut; welchen Sinn macht es für den Menschen und die Menschheit auf dem Weg ihrer Menschwerdung? Wie beantwortet es die urmenschliche Frage nach dem Woher, Wozu, und Warum des Menschen? Das geht hin bis zur Frage: Wozu ist das Wort “Gott” gut? Wohin führt es uns quer durch die Geschichte unserer wissenden Zeit? Was ist eigentlich der Sinn, den die Menschheit mit dem gigantischen Unternehmen der Wissenschaft zu erreichen hofft? Kurz gesagt: Es geht bei Baumanns Versuch darum, in die Wirklichkeitsräume der genannten Wissenschaften einzudringen, darum, das Wissen zu verstehen, das die Horizonte des Vertrauten immer weiter aufstößt.

    Buchvorstellung bei der RSNG-Fachtagung am 5. Oktober 2019