Spiritualität und Naturwissenschaften

von Hans-Dieter Mutschler

Mutschler möchte zunächst einmal die Diskontinuität zwischen Spiritualität und Wissenschaft deutlich herausarbeiten. So stehe eine naturwissenschaftliche Weltbeschreibung für eine objektivierende Beobachterperspektive. Ganz anders die Kontemplation, die eher für die subjektive Betroffenheitsperspektive stehe. Der Wunsch nach Vereinbarkeit finde nicht immer eine glatte Lösung. Gerade der gläubige Mensch zeichne sich dadurch aus, Unvereinbares einfach stehen lassen und erdulden zu können.

Was ist eigentlich eine religiöse Erfahrung?

von Tobias Müller

Tobias Müller hat sich als Aufgabe des Eröffnungsvortrags vorgenommen, zwei große Container Begriffe begrifflich zu präzisieren, nämlich “Religion” und “Erfahrung”. Dabei dürfe man die Erfahrung nicht auf bestimmte Erlebnisse beschränken. Es könne sich hierbei um außergewöhnliche mystische Erlebnisse, aber auch um die von Whitehead erwähnte Resonanzerfahrung handeln.

Quarks & Co über Glaube und Wissen

von grenzfragen

Unter dem Titel “Was wir über den Glauben wissen” thematisierte Quarks & Co u. a. den Evolutionsvorteil von Religion und das Verhältnis von Glaube und Wissen.

Die große Geschichte – Grundlage eines sinnvollen Engagements zwischen Religionen und Naturwissenschaften

von William Grassie

Nach William Grassie muss die neue evolutionäre Kosmologie (die “große Geschichte”) frühere religiöse Kosmologien ersetzen. Diese können nach wie vor metaphorisch und metaphysisch interpretiert werden, nicht jedoch buchstäblich als Schilderung realer Ereignisse. In der “Großen Geschichte” findet Grassie phantastische Anknüpfungspunkte für Transzendenz.

Gottlos glücklich?

von grenzfragen

Eine ernst zu nehmende Herausforderung ist weniger der sog. neue Atheismus mit seinen ‘Uraltklischees einer Vulgäraufklärung’, sondern Religionskritiker wie Jan Assmann oder Peter Sloterdijk.

Klassische und neue Atheisten

von Johanna Rahner

Inhaltlich bringe der neue Atheismus indes nichts Neues, sondern bediene lediglich “Uraltklischees einer Vulgäraufklärung”, wie die systematische Theologin Johanna Rahner in den Worten Klaus Müllers auf den Punkt bringt. Von diesem “marktschreierischen Feuilleton-Atheismus” seien ernster zu nehmende Ansätze zu unterscheiden, die eine neue Runde atheistischer Religionskritik einzuläuten scheinen.

Rückkehr der Religionskritik

von Thomas Zenk

Thomas Zenk, Mitarbeiter im DFG-Projekt “Die `Rückkehr der Religionen` und die Rückkehr der Religionskritik”, führte in Ausprägungen und Schwerpunktsetzungen des empirsch nicht leicht zu fassenden “neuen Atheismus ein”.

Die Bio-Logik des Glaubens

von Michael Blume

Laut Michael Blume ist es viel einfacher, den Glauben an Gott mit dem Glauben an den Weihnachtsmann gleich zu setzen, anstatt ehrlich zu fragen, warum sich das eine lebensweltlich und empirisch so anders auswirkt als das andere.

Gotteswahn oder Gottesschau?

von Michael Blume

Religion tritt uns – wie Musikalität – in Wechselwirkung biologischer und kultureller Geschichte, als Produkt biokultureller Evolution entgegen.