Leben nach dem Tod?

von Heinz-Hermann Peitz

Heinz-Hermann Peitz
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Heinz-Hermann Peitz

Dr. Heinz-Hermann Peitz, geboren 1958, Studium der Biologie, Theologie und Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum. Dissertation in Theologie zum Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie. Seit 1993 an der Akademie zuständig für das Referat Naturwissenschaft – Theologie. Arbeitsschwerpunkte: Wissenschaftstheorie und Naturphilosophie zwischen Theologie und Naturalismus; Seitenblick: Bioethische Grundsatzfragen
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Was kommt nach dem Tod? Über Nahtoderfahrungen, Seele, Wiedergeburt, Auferstehung und ewiges Leben Book Cover Was kommt nach dem Tod? Über Nahtoderfahrungen, Seele, Wiedergeburt, Auferstehung und ewiges Leben
Hans Kessler
Kevelaer : Butzon & Bercker
2014

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Frage ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Vielfalt der Jenseitsvorstellungen in den alten Religionen und in der Esoterik ist unüberschaubar. Gibt es eine unsterbliche Seele?
Sind wir gefangen im Kreislauf der Wiedergeburten, sind Wiedergeburten eine Chance? Was ist von den Berichten über Nahtoderfahrungen zu halten? Gibt es ein vom Gehirn ablösbares Bewusstsein? Ist alles nur Wunschdenken oder gibt es grundlegende Erfahrungen, die auf eine andere Dimension der Wirklichkeit hinweisen? Hält der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod den Erkenntnissen der Naturwissenschaften stand? Hans Kessler geht diesen Fragen kundig nach. Er speist uns nicht mit vorgefertigten Antworten ab, sondern nimmt uns auf seinem eigenen Weg des Nachdenkens mit. Und er zeigt überzeugend auf, dass eine Hoffnung über den Tod hinaus gerade heute gute Gründe hat und mit einem aufgeklärten Denken vereinbar ist.

Die Titelfrage des Buches (“Was kommt nach dem Tod?”) führt in das Zentrum des christlichen Glaubens, die Hoffnung auf Auferstehung. Die Herangehensweise ist insofern fundamentaltheologisch, als es dem Autor Hans Kessler darum geht, diese Hoffnung vor der Vernunft zu verantworten und gute Gründe für sie anzugeben, “ohne in sich widersprüchlich zu sein und ohne gesichertem heutigen Wissen etwa der Naturwissenschaften zu widersprechen” (181). 

 

Hier kommt Kesslers jahrelange Erfahrung im Dialog mit den Naturwissenschaften ebenso zur Geltung wie bei der umsichtigen Einbeziehung der Nahtoderfahrung, bei denen Kessler fragt, “ob es bei diesen Extremerfahrungen etwas gibt, was exakt überprüft werden kann, sodass es uns allen zu denken gibt” (44). Kessler knüpft aber nicht nur bei diesen Sondererfahrungen an, sondern auch an “allen Menschen zugängliche(n) Grunderfahrungen” (44), die mit den Offenbarungszeugnissen korreliert werden, in denen sich ein Gott zeigt, “der jeden Menschen liebt und keinen im Tod fallen lässt, ihn vielmehr heil macht und vollendet, und zwar mitsamt seinen (uneingeholten oder ihm geraubten) Möglichkeiten, also so, wie er von Gott her sein könnte und wie er im Tiefsten zu sein sich sehnt” (213)

Der Juni 2014 in Weingarten gehaltene Vortrag Kesslers kann als Zusammenfassung des Buches verstanden werden, aber auch als Anlass, die reichhaltigen Denkanstöße des Vortrags ausführlich zu vertiefen.

Vortrag als pdf-Datei

    Kessler: Über Nahtoderfahrung, Seele und Auferstehung