Die “Franziskus-für-Evolution”-Story

von Heinz-Hermann Peitz

Heinz-Hermann Peitz
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Heinz-Hermann Peitz

Dr. Heinz-Hermann Peitz, geboren 1958, Studium der Biologie, Theologie und Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum. Dissertation in Theologie zum Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie. Seit 1993 an der Akademie zuständig für das Referat Naturwissenschaft – Theologie. Arbeitsschwerpunkte: Wissenschaftstheorie und Naturphilosophie zwischen Theologie und Naturalismus; Seitenblick: Bioethische Grundsatzfragen
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Papst Franziskus. Foto von presidencia.gov.ar CC BY-SA 2.0

Papst Franziskus
Foto von presidencia.gov.ar CC BY-SA 2.0

Wie ein Lauffeuer ging die Nachricht, Papst Franziskus halte Evolution und Urknall mit dem Glauben für vereinbar, im Oktober 2014 durch die (meist englischsprachige) Presse. Nur wenige realisierten, dass damit nichts Neues verbreitet wurde. 
Die wenigen Äußerungen, die Franziskus bei einer Rede vor der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften preisgab, setzen ihn nicht von seinen Vorgängern ab. Dass die knappen Hinweise zum Teil als interdisziplinärer Durchbruch gefeiert wurden, lässt wohl nur den Schluss zu, dass in den meisten (journalistischen) Köpfen noch immer das Konfliktschema den Ton angibt: “Glaube und Naturwissenschaft sind unvereinbar!” Das Gegenteil sollte sich längst herumgesprochen haben.

Die Presse zu Papst Franziskus