Da Dr. Heike Wagner, Leiterin des Fachbereichs Internationale Beziehungen, viele Jahre in Lateinamerika verbracht hat, konnte sie authentisch die Vorstellung der Indigenen vom «lebendigen Wald» nahe bringen. Man könne und müsse diese Wissensform ernst nehmen, indem man sich interkulturell herausfordern lässt – jenseits von Romantisierung und Exotisierung. Eine solche Offenheit setze allerdings nicht weniger als eine epistemische Dekolonisierung voraus, ein Hinterfragen der Machtstrukturen, die bestimmen, was «Wissen» ist. Dann könne man vom Anthropozentrismus, der den Menschen im Zentrum sieht, zu einer kosmischen Relationalität allen Lebens gelangen, zu einer Bescheidenheit, die Zuhören kann. Dann könne man vernehmen, was Bäume zu erzählen haben.
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Überblick über die Tagung und Videodokumentationen
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