Biologie und Genderforschung – Sinnvolle Kooperationen zur Erforschung des Phänomens Geschlecht

von Kerstin Palm

Kerstin Palm

Kerstin Palm

Professorin für Gender und Science bei Humboldt-Universität, Berlin
Studium der Biologie an den Universitäten Göttingen und Freiburg, 1996 Promotion in Biologie, Parallelstudium der Philosophie und Germanistik. Wiss. Assistentin am Lehrstuhl „Kulturtheorie mit dem Schwerpunkt Geschlecht und Geschichte“, Humboldt-Universität zu Berlin, 2009 Habilitation in Kulturwissenschaft. Seit 2013 Professorin für Gender und Science an der Humboldt-Universität.
Veröffentlichungen u.a.: Wie kann die Biologie erfolgreich von der Genderforschung profitieren? (2013).
Kerstin Palm
Kerstin Palm: "Nicht entweder sex oder gender, sondern sex und gender in unentwirrbarer Verflechtung"

Kerstin Palm: “Nicht entweder sex oder gender, sondern sex und gender in unentwirrbarer Verflechtung”

Vortrag bei der Tagung “Als Frau geboren oder zur Frau gemacht? Biologische Anfragen an die Genderforschung“, Stuttgart-Hohenheim, 14. März 2016

Die Biologin und Genderforscherin Kerstin Palm unterstreicht den interdisziplinären Charakter der Genderforschung, die von Literaturwissenschaft über Soziologie, Physik, Erziehungswissenschaft, Mathematik, Kulturwissenschaft, Ingenieurwissenschaft usw. eben auch die Biologie integriere. Das “Geschlecht” sei demnach als “psychobiosoziales Phänomen” zu begreifen, wobei die Psyche, das Biologische und das Gesellschaftliche untrennbar ineinandergriffen.

Die Vorstellung, dass die naturwissenschaftliche Methode das einzig wissenschaftlich begründete Wissen über das Geschlecht liefern könne, wertete Palm als “naiv”, und die Auffassung, alle menschlichen Eigenschaften seien ausschließlich biologisch determiniert, kritisierte sie als “Ideologie des Biologismus”.

      pdf-LogoVortrag als pdf-Datei

      Zur Vertiefung siehe auch “Genderperspektiven in der Biologie” von Malin Ah-King.

       

      Tagungsüberblick und Einzelbeiträge