Lasst Maschinen Kirche machen – Podium

von grenzfragen

Lorena Jaume-Palasi und Prof. Thomas Zeilinger greifen den Tagungsschwerpunkt KI vor allem im Blick auf politische Regulierungen und internationale Wertesysteme auf. Dabei wird kontrovers diskutiert, was das Christentum und was Europa glaubwürdig an ethischen Akzenten in die globale Wertelandschaft einbringen kann, ohne als moralische Neokolonialisten zu wirken.

Künstliche Intelligenz und Ethik – Kamingespräch

von Doris Aschenbrenner

“Der Computer ist strunzdumm!” Mit dieser Entzauberung wies die KI- und Roboterexpertin Prof. Dr. Doris Aschenbrenner auf Eigenschaften hin, die nach wie vor dem Menschen vorbehalten seien: Emotionen und Empathie. Entsprechend könnten sich auch die Kirchen mit ihrem “Markenkern” der persönlichen Begegnung einbringen, ebenso mit Fragen der Ethik und Verantwortung.

Digitalisierung und KI – was hat das mit Kirche zu tun?

von Andreas Büsch

Wer KI und Digitalisierung als Zeichen der Zeit deuten will, sollte – so der Medienpädagoge Andreas Büsch – zunächst einmal Neugier und Verstehen-Wollen an den Tag legen statt vorschnell zu verurteilen. Dazu bedürfe es Mut zum Experimentieren – und damit auch zum Scheitern.

Maschinenintelligenz und moralische Verantwortung

von Godehard Brüntrup

Der auf Philosophie des Geistes spezialisierte Godehard Brüntrup hält die Konstruktion künstlicher Freiheitssubjekte prinzipiell durchaus für denkbar. Aber unser Verständnis der grundlegenden geistigen Zusammenhänge sei auf absehbare Zeit dafür nicht ausreichend. So bleibe es eine hochspekulative Möglichkeit, die den Transhumanismus konkret nicht beflügeln könne.

Moralische und kognitive Enhancements

von Johannes Grössl

Für Johannes Grössl besteht die Aufgabe einer philosophischen und theologischen Anthropologie darin, Grenzen der Veränderung durch Enhancements festzulegen: Welche wesentlichen Eigenschaften des Menschseins (sozialer Zusammenhalt, moralische Autonomie und Glaubensautonomie) dürfen nicht verändert werden?

Science-Fiction und Transhumanismus

von Hans-Dieter Mutschler

Dem Philosophen Hans-Dieter Mutschler leuchtet der Transhumanismus nicht ein, weil mit ihm eine schädliche Übertechnisierung einhergehe. Mutschler hat nichts gegen den Einsatz von Technik im Rahmen von Therapie, wohl aber gegen ein darüber hinausgehendes “human enhancement”.

Transhumanismus als Symptom symbolischer Verelendung

von Johannes Hoff

Johannes Hoff

Für den Theologen Johannes Hoff bündelt der Transhumanismus den ideologischen Überbau einer von Megakonzernen betriebenen ökonomischen Agenda, die die kulturellen Errungenschaften unserer Zivilisationen untergräbt. Außerdem lenke er von den eigentlichen Herausforderungen der digitalen Revolution ab.