Naturalismus in der Diskussion

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Naturalismus in der Diskussion
Gibt es einen gemeinsamen Nenner zwischen Naturalismus, Anthropologie und Theologie?

Ausschnitte der Podiumsdiskussion über den Naturalismus Bernulf Kanitscheiders auf der Tagung "Muss der 'wahre' Naturwissenschaftler Atheist sein? Über das Verhältnis von Glaube und Wissen", 28.-29. Juni 2008, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Tagungshaus Weingarten

[Diskussion als mp3-Datei]


Diskussionsteilnehmer

Prof. Dr. Wolfgang Beinert
Em. Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Regensburg; Mitglied des Arbeitskreises Kirche und Wissenschaft (München) und des Schülerkreises Joseph Ratzinger; Schwerpunkt u. a. Fundamentaldogmatik, Ekklesiologie, Eschatologie

Prof. Dr. Bernulf Kanitscheider
Lehrstuhl für Philosophie der Naturwissenschaften, Universität Gießen; Schwerpunkt u. a. Die Reichweite der Idee der Selbstorganisation

Prof. Dr. Regine Kather
Philosophisches Seminar der Universität Freiburg; Gastprofessur an der Universität Cluj-Napoca / Klausenburg (Rumänien); Schwerpunkt u. a. Natur- und Wissenschaftsphilosophie

mit einem Schlusswort von:

Dr. Michael Blume
Referent in der Grundsatzabteilung des Staatsministeriums Baden-Württemberg; Mitglied der internationalen Forschergruppe Evolutionary Religious Studies (ERS); Lehrauftrag der Universität Heidelberg zum Thema "Religionswissenschaftliche Präsentationen zur Evolution der Religion"; Schwerpunkt u. a. Evolutionsbiologie der Religiosität


Weitere Tagungsbeiträge

Beinert: Der erweiterte Vernunftbegriff Der Glaube ist ein Modus der Vernunft, grundlegend nicht anders als das Wissen.



Blume: Die Bio-Logik des Glaubens Es ist viel einfacher, den Glauben an Gott mit dem Glauben an den Weihnachtsmann gleich zu setzen, anstatt ehrlich zu fragen, warum sich das eine lebensweltlich und empirisch so anders auswirkt als das andere.



Kanitscheider: Ignoramus - Ignorabimus Wenn man Meschkowskis Axiom akzeptiert, gibt es kein Ignorabimus!



Kather: Vom Wissen zur Sinndeutung Es werden weder wissenschaftliche Erkenntnisse auf religiöse zurückgeführt, noch diese im Namen der Wissenschaft negiert. Obwohl einige Aspekte religiöser Erfahrungen sicher wissenschaftlich analysiert werden können, sind sie trotzdem nicht vollständig wissenschaftlich erklärbar.



Michiels: Wissen und Weltanschauung Religiosität ist eine alte Eigenschaft des modernen Menschen, jedoch wenig flexibel. Wissenschaft fordert Flexibilität, ist aber eine eher neue Eigenschaft. Trennlinie wo es um das eigene Leben geht. Konflikte drehen sich um Definitionen. Sehnsucht nach Vertrauen einigt alle!



Naturalismus in der Diskussion Der Erklärungsanspruch des Naturalismus ist (all)umfassend. Sind damit Willensfreiheit und Gott weg-erklärt? Kanitscheider trifft auf anthropologische und theologische Gegenargumente. Gibt es dennoch einen gemeinsamen Nenner?



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