Presseservice im Überblick

Die Presseschau bietet Ihnen neben ausführlichen Schwerpunkten (siehe unten) auch kurze aktuelle Lesehinweise aus deutsch- und englischsprachiger Presse, zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh), Andreas Losch (al) und Heinz-Hermann Peitz (hhp).


Die drei aktuellsten Pressehinweise

2010/09/06: Hawking: "Wir werden zu den Herren der Schöpfung" - DiePresse.com

Den "großen Entwurf" Hawkings versteht der Autor Thomas Kramar eher als "verwegene Lösung" und der gigantischen Vermehrung der Multiversen sollte man mit Ockhams Rasiermesser, das nur notwendige Theorien gelten lässt, zu Leibe rücken. Hawking habe die Naturwissenschaft bei der Suche nach dem großen Entwurf längst verlassen und betätige sich "in Wahrheit längst als Theologe". Mit dieser Beurteilung dürften sich weder Theologen anfreunden, noch - aus anderen Gründen - Hawking, der die großen Fragen "ausschließlich in den Grenzen der Naturwissenschaft und ohne Rekurs auf göttliche Wesen" für beantwortbar hält. hhp

2010/09/07: Kommentare: Hawking versus Gott - badische-zeitung.de

Die Badische Zeitung stellt die Kontroverse um das neue Buch Hawkings' in den Kontext der in Großbritanien brodelnden Glaubensdebatte und zitiert kritische Kommentare christlicher, jüdischer und muslimischer Provenienz. Anders als andere Zeitungsberichte, die in früheren Büchern Hawkings' noch eine Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und Religion herauslasen, stellt der Autor klar, dass Hawking auch seinerzeit atheistisch dachte. Der viel zitierte Schlusssatz des Bestsellers von 1988 über den "Plan Gottes" habe eher metaphorischen Charakter. Ähnlich hatte 2005 Hans Küng diesen Schluss als ironisch bezeichnet, denn mit Hawkings "Theorie für alles ... würde die Welt sich selbst erklären und Gott als Schöpfer nicht mehr notwendig sein" (Der Anfang aller Dinge, 31). Genau das ist mit Hawkings neuem Buch explizit geworden! hhp

2010/09/04: Stephen Hawking's big bang gaps - guardian

"Ja, aber", sagt der renommierte Physiker Paul Davies zu Stephen Hawkings neuem Buch. Einerseits stimmte er Hawking zu in der Ablehnung einer Erklärungslücke "vor" dem Urknall, die dann von einem göttlichen Designer ausgefüllt wird. Zu Recht weist Davis darauf hin, dass dieser Lückenbüßergott nicht der Gott der modernen Theologie, ja auch nicht der Theologie eines Augustinus ist. Andererseits sieht Davies in der Multiversumstheorie, die er mit Hawkings als favorisierte Sichtweise anerkennt, nicht die ultimative Allerklärung. Damit Multiversen entstehen können, muss es ewige, unveränderliche, transzendente "Meta-Gesetze" geben, die die Multiversen durchdringen. Die Meta-Gesetze erklären, bleiben aber selbst unerklärt. "In dieser Hinsicht haben die Meta-Gesetze einen ähnlichen Status wie ein unerklärter, transzendenter Gott" - so Davies. hhp


Schwerpunkte

25.07.08: Atheismus in der Diskussion Reaktionen auf den so genannten "neuen Atheismus": Pater Williams gegen den Vorwurf der Wissenschaftsfeindlichkeit; Bolz kritisiert Naturalismus; Vorwurf an die EKD: gemeinsame Sache mit Atheisten?



27.05.08: Chef der vatikan. Sternwarte über Aliens Verschiedene Zeitungen kommentieren die Äußerungen des Direktors der Vatikanischen Sternwarte zu außerirdischen Intelligenzen. Nur wenige drangen dabei zum eigentlichen theologischen Problem vor.



29.02.: Wichtige Beiträge in "Stimmen der Zeit" Gleich vier Artikel und drei Rezensionen zur aktuellen Dialogsituation im Februar- und Märzheft der "Stimmen der Zeit"



30.11.: Deutsche Nobelpreisträger und ihr Glaube Cicero-Interview mit Gerhard Ertl und Peter Grünberg. "Können Sie als aufgeklärte Naturwissenschaftler eigentlich an Gott glauben? Gerhard Ertl: Ja, aber sicher! ... Das Leben ist ein gewaltiges Wunder, wir nähern uns wissenschaftlich den Erklärungen an, aber eine Frage bleibt doch immer bestehen: Warum das alles? Hier glaube ich an Gott!"



19.09.: Biologe Reichholf über Papst und Evolution Reichholf: "Die konkreten Gegebenheiten in der lebendigen Natur müssten eher dazu verführen, auf eine zweite, eine teuflische Intelligenz zu schließen!"



05.09.: Lehmann zu Schöpfung im Bio-Unterricht Biounterricht muss den Sinn der Schöpfungserzählung nicht entfalten




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