4.2.09: Die Darwin-DNA |
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Sean B. Carroll |
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Rezension von G. Kleinschmidt
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Rechtzeitig zum „Darwin-Jahr 2009" erscheint ein weiteres hochinteressantes Werk des bekannten Molekularbiologen und Genetikers S. B. Carroll. Charles Darwin ist am 12. Februar 1809 geboren und Die Darwin-DNA macht deutlich, welche gewaltigen Fortschritte die Evolutionsforschung in zweihundert Jahren gemacht hat.Im Mittelpunkt dieses Buches steht die DNA. Durch sie erkennen wir heute, wie die Evolution funktioniert. Im Zentrum stehen dabei wichtige Eigenschaften faszinierender Lebewesen. Das Werk weist drei Hauptteile auf. Im ersten Teil geht es um die drei Faktoren der Evolution: Variationen, Selektionen und Zeit. Entscheidend ist das Zusammenwirken aller drei. Im Hauptteil konzentriert sich der Autor auf die Frage, wie die Spuren in der DNA einen bestimmten Aspekt der Evolution deutlich werden lassen. Die Grundlage bilden dabei neue Befunde, von denen Darwin und seine mathematisch begabten Nachfolger noch nicht einmal hätten träumen können. Ein oft diskutiertes Problem der Evolutionstheorie ist: Wie erwerben biologische Arten ganz neue Fähigkeiten, und wie kommt es zur Feinabstimmung mit vorhandenen Fähigkeiten? Die Leser erhalten hierzu viele interessante Detailantworten aus der Molekularbiologie und Genetik. Die größte Überraschung ist allerdings die Erkenntnis, dass Evolution sich wiederholt. Faszinierend sind auch die Erkenntnisse über die Entstehung und Evolution der Komplexität. Die Spuren in der DNA liefern entscheidende Erkenntnisse darüber, wie Komplexität und Formenvielfalt sich in der Evolution durch die Tätigkeit uralter Körper-Bau-Gene entwickelt haben. S. B. Carroll ist es hervorragend gelungen, seine Begeisterung für die Wissenschaft zu vermitteln. Hierzu tragen nicht zuletzt seine klaren, kurzen Sätze und eindrucksvollen Formulierungen bei. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit überlieferten Vorurteilen und widerlegt diese in sechs Punkten. |
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Kurzinformation
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Nachdem das Genom des Menschen und vieler anderer Tiere vollständig entschlüsselt ist, bekommt man durch einen Vergleich völlig neuartige Einblicke in den Prozess der Evolution. Sean B. Carroll, einer der renommiertesten Forscher auf dem Gebiet der vergleichenden DNA-Forschung, erzählt in seinem spannenden Buch von uralten, »unsterblichen« Genen, die alle Lebewesen besitzen, von »fossilen« Rest-Genen, die ihre Funktion nicht mehr ausüben, sowie von der verblüffenden Tatsache, dass der Genvergleich zeigt, wie die Evolution sich selbst wiederholt. Entstanden ist ein unterhaltsamer und faszinierender Einblick in die neueste Forschung zur Entstehung und Entwicklung des Lebens. |
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Zum Autor
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Sean B. Carroll forscht am Howard Hughes Medical Institute und ist Professor für Molekularbiologie und Genetik an der Universität von Wisconsin (USA). Er ist Fellow der American Association for the Advancement of Science, seit 2007 Mitglied der National Academy of Sciences und hat zahlreiche Preise erhalten. Das TIME-Magazine wählte ihn zu einem der vielversprechendsten Amerikaner. |
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