PanENtheismus: Gott und Welt in Beziehung

von grenzfragen

Panentheismus
© CrazyCloud - fotolia

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Die interdisziplinär zentrale Gott-Welt-Debatte sucht mit dem Panentheismus ihren Weg zwischen Dualismus (klassischer Theismus) und Identitätstheorie (Pantheismus), indem zwar an der Differenz zwischen Gott und Welt festgehalten, eine absolute Trennung gleichwohl vermieden werden soll. Wie ist ein Panentheismus im interdisziplinären Gespräch zu denken?

Philip Clayton: "Ich bezweifle sehr, dass Gott eine externe kausale Kraft ist"

Philip Clayton: “Ich bezweifle sehr, dass Gott eine externe kausale Kraft ist”

“Der Panentheismus bekräftigt, dass die Welt in Gott, Gott aber auch mehr als die Welt ist” – so führt Philip Clayton (Claremont, USA) beim diesjährigen RSNG-Kongress am 6.-8. Oktober 2017 in Stuttgart-Hohenheim in die Thematik ein. Clayton verspricht sich davon eine “überzeugende Theologie, die einen angemesseneren Rahmen für Wissenschafts-Religions-Diskussionen anbietet als ihre Mitbewerber”. Im deutschsprachigen Raum ist dafür noch Überzeugungsarbeit zu leisten.

 

Klaus_Mueller_2008

Klaus Müller: “Wenn Gott Gott ist, sind die personalen Prädikate nicht ausreichend.”

Gleichwohl gibt es auch deutsche Theologen, die ausdrücklich panentheistisch denken und dies schöpfungstheologisch fruchtbar machen. Dazu gehören Hans Kessler und Klaus Müller, der auf der Tagung begründet, warum “sowohl anthropologische wie kosmologische Reflexionen theologisch gesehen in eine panentheistisch konturierte philosophische Gottesrede münden”.

Insgesamt zielt der Kongress Raum auf eine differenzierte und kritische Diskussion eines vielversprechenden Paradigmas bieten. Es begegnen sich:

Prof. Dr. Philip Clayton, Koreferat Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ

Prof. Dr. Holm Tetens, Koreferat Prof. Dr. Gesche Linde

Prof. Dr. Dr. Klaus Müller, Koreferat Dr. Bernhard Dörr

Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler, Koreferat Dr. Tobias Müller

Am Rande der Tagung sprach Heinz-Hermann Peitz mit Philip Clayton über Interdisziplinarität in den USA, in Deutschland und der Welt:

    Philip Clayton über Interdisziplinarität in USA, Deutschland und der Welt

     


    Neben der Diskussion des thematischen Schwerpunkts zielt der Kongress als RSNG-Netzwerktagung aber auch auf die Vorstellung neuer interdisziplinärer Projekte und die Vernetzung von (Nachwuchs-)Wissenschaftlern. Es werden folgende Projekte vorgestellt:

    Projekte zum Thema Panentheismus

    • Zur Rede, dass alles in Gott sei – Vom Reden mit Gott über alles
    • Gott, Welt und Leid aus prozesstheologischer Perspektive. Whiteheads Panentheismus als Beitrag zur Theodizeefrage
    • Gott, Dreifaltigkeit und Unendlichkeit

    Interdisziplinäre Projekte allgemein

    • AK Naturwissenschaften (“Dialog Natur&Geist”)
    • Buch «What is Life? On Earth and Beyond»
    • Ethics of a Planetary Sustainability
    • Trainings- und Kommunikationssystem für schwer hirngeschädigte pflegebedürftige Patienten
    • Einstellungswandel bei Gymnasiast/innen zum Ursprung der Welt und der Menschheit : Erste qualitativ-empirische Längsschnittbefunde
    • Evolution in der Grundschule – Religionspädagogische Herausforderungen
    • Emergente Wirklichkeit? Evolutionäre Kosmologie und ihre Bedeutung für die (evangelische) Theologie
    • Fingerabdrücke der Evolution

    Wissenschaftlicher Beirat des Netzwerks

    Prof. Dr. Dirk Evers (Uni Halle-Wittenberg)
    Prof. Dr. Harald Lesch (LMU München)
    Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler (Hochschule Ignatianum / Krakau)
    Prof. Dr. Johanna Rahner (Uni Tübingen)