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I.2.1.4 - Der Schöpfer | I.2.1.5 - Himmel und Erde
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Kurztexte zu "Der Schöpfer"
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Der Schöpfer - Kurztexte
315 Mit der Erschaffung der Welt und des Menschen hat Gott das erste und allumfassende Zeugnis seiner allmächtigen Liebe und Weisheit sowie die erste Ankündigung seines „gnädigen Ratschlusses" gegeben, welcher sich in der Neuschöpfung durch Christus verwirklicht.
316 Das Schöpfungswerk wird insbesondere dem Vater zugeschrieben, doch ist es ebenfalls eine Glaubenswahrheit, daß der Vater, der Sohn und der Heilige Geist das einzige, unteilbare Schöpfungsprinzip sind.
317 Gott allein hat das Universum frei, direkt und ohne irgendeine Hilfe erschaffen.
318 Kein Geschöpf hat die unendliche Macht , die notwendig ist, um im eigentlichen Sinn des Wortes zu „erschaffen", das heißt etwas, das überhaupt nicht existierte, hervorzubringen und ihm das Sein zu geben, es „aus nichts" [ex nihilo] ins Dasein zu rufen …[Vgl. DS 3624.].
319 Gott hat die Welt erschaffen, um seine Herrlichkeit zu zeigen und mitzuteilen. Daß seine Geschöpfe an seiner Wahrheit, Güte und Schönheit teilhaben — das ist die Herrlichkeit, für die sie Gott erschaffen hat.
320 Gott, der das Weltall erschaffen hat, erhält es im Dasein durch sein Wort, den Sohn, der „das All durch sein machtvolles Wort" trägt (Hebr 1, 3), und durch seinen Schöpfergeist, der das Leben spendet.
321 Die göttliche Vorsehung besteht in den Fügungen, durch die Gott alle Geschöpfe mit Weisheit und Liebe ihrem letzten Ziel entgegenführt.
322 Christus fordert uns auf, uns kindlich auf die Vorsehung unseres himmlischen Vaters zu verlassen [Vgl. Mt 6,26 -34.] und der Apostel Petrus nimmt dies auf: "Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich und euch" (1 Petr 5,7) [Vgl. Ps 55,23.].
323 Die göttliche Vorsehung handelt auch durch das Handeln der Geschöpfe. Den Menschen gibt Gott die Möglichkeit, in Freiheit an seinen Plänen mitzuwirken.
324 Daß Gott das physische und das moralische Böse zuläßt, ist ein Mysterium, das der durch seinen Sohn Jesus Christus erhellt, der gestorben und auferstanden ist, um das Böse zu besiegen. Der Glaube gibt uns die Gewißheit, daß Gott das Böse nicht zuließe, wenn er nicht auf Wegen, die wir erst im ewigen Leben Vollständig erkennen werden, sogar aus dem Bösen Gutes hervorgehen ließe.
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