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Aktuelle Presse über Kardinal Schönborn
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 | 2009/10/29: ''Im Wallenstein ist auch kein Platz für Schiller'' - Charles Darwin und die Evolution - sueddeutsche.de | | "Evolution ist keine Gefahr, sondern ein Segen für die Theologie": Beide sind nicht etwa unvereinbar wie Kreationisten, Naturalisten, aber auch "der unselige Artikel Kardinal Schönborns" behaupten. Christian Kummer setzt dagegen auf Teilhard de Chardin und seine ontologisch verbindende Formel "Schöpfung durch Evolution". In dieser Denke macht der Schöpfer nicht Kreaturen, sondern verleiht Kreativität; "er macht, dass die Dinge sich machen". Dabei ist er nicht der Chef, der delegiert und dann in die Chefetage entschwindet; er ist der gegenwärtige, "Anteil nehmende Chef". Kummer hält sich hier zurück, die Immanenz Gottes (gegenwärtiger Chef) gegen seine Transzendenz (Chefetage) auszuspielen - anders als in seinem Buch, wo die Chefetage pantheistisch leer bleibt (Der Fall Darwin, 2009, 190). Dennoch enthalte dieser "Schöpfungsplan" für Schönborn wohl zuviel Eigenaktivität, wenn "in der Kosmologie kein Platz mehr für Gott" ist. Aber: "Im Wallenstein ist auch kein Platz für Schiller"! hhp
|  | 2006/09/06: Papst hört Wissenschaftler an zu Darwins Evolutionstheorie - Welt-online | | Die Welt berichtet kurz über das nichtöffentliche Seminar von Papst Benedikt über Schöpfung und Evolution. Es kommen Kard. Schönborn und Robert Spaemann zu Wort. Vom Papst erfährt man, dass er kein Kreatonist sei und sich von der Rede des Evolutionsbiologen Peter Schuster beeindruckt gezeigt habe. Insgesamt aber habe in der Runde die Darwinismuskritik überwogen. (Mehr in unserer Besprechung des Tagungsbandes). hhp
|  | 2009/04/02: Veranstaltungsbericht: Darwin und die Theologie - humanistischer pressedienst | | Der "humanistische pressedienst", Print- und Onlinemedium des neuen Atheismus, berichtet über eine Tagung der Uni Graz zu "Darwin und die Theologie". Dass über die theologischen Beiträge der Veranstaltung polemisiert wird, erstaunt freilich nicht. Der Tenor ist durchweg suggestiv und legt immer wieder die Nähe von moderner Theologie zu Intelligent Design oder Kreationismus nahe. So spricht der Autor beispielsweise vom "- dem Kreationismus nahe stehend verdächtigten, - Wiener Kardinal Johannes Schönborn". Dass hier der Vorname falsch wiedergegeben wird ist verzeihlicher als der Kreationismusverdacht. Schönborn hat sich immer und ausdrücklich vom Kreationismus distanziert - erfreulicherweise kürzlich auch von Intelligent Design. Daher ist es weder "erstaunlich" noch "bezogen auf die Äußerungen seines Bischofs ... mutig", wenn sich Theologen nicht von der Evolutionstheorie, wohl aber von Kreationismus und ID distanzieren.
Das alles könnte man wissen, wenn man es denn wissen wollte. hhp
|  | 2009/03/06: Konferenz in Rom: Vatikan sperrt Kreationisten aus - Wissenschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten | | Der Artikel stellt die vatikanische Konferenz über Evolution und Glaube in den Kontext einer Positionsklärung der Katholischen Kirche, die sich hiermit eindeutig von Kreationismus und Intelligent Design abgrenzt. Dies korrespondiert mit der gleichen Abgrenzung durch Kardinal Schönborn, auf die der Artikel ebenfalls hinweist.
Den Vorwurf des verärgerten kreationistischen Discovery Institutes, die Templeton-Fördergelder hätten die Rednerliste beeinflusst, wiesen die Organisatoren der Vatikan-Konferenz zurück.
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