Theodizee

von Heinz-Hermann Peitz

Heinz-Hermann Peitz
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Heinz-Hermann Peitz

Dr. Heinz-Hermann Peitz, geboren 1958, Studium der Biologie, Theologie und Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum. Dissertation in Theologie zum Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie. Seit 1993 an der Akademie zuständig für das Referat Naturwissenschaft – Theologie. Arbeitsschwerpunkte: Wissenschaftstheorie und Naturphilosophie zwischen Theologie und Naturalismus; Seitenblick: Bioethische Grundsatzfragen
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Theodizee [teodiˈʦeː] (von altgriechisch θεός theósGott‘ und δίκη díkē ‚Gerechtigkeit‘) heißt „Gerechtigkeit Gottes“ oder „Rechtfertigung Gottes“. Gemeint sind Antwortversuche auf die Frage, wie Leid und Übel in der Welt vor dem Hintergrund zu erklären sind, dass Gott allmächtig, allgütig und allwissend ist. [1]

Manche gehen davon aus, dass sich die Theodizeefrage angesichts evolutiver Befunde (z. B. Massensterben) verschärft, Theologen geben dagegen zu bedenken, dass sich die Theodizeefrage entschärft, da Schöpfung – ganz in evolutivem Sinn – als werdende und daher als unfertige Entwicklung zu verstehen ist.

Darüber hinaus gibt es eine „natural law defense“, eine Theodizee durch Naturgesetze. So lautet die Hauptthese von Klaus von Stosch:

„Das natürliche Übel in der Welt entsteht durch dieselben Naturgesetze, die auch die Evolution zum Menschen hin ermöglichen”.

[1] Vgl. Seite „Theodizee“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Oktober 2015, 17:44 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Theodizee&oldid=147037026 (Abgerufen: 20. Oktober 2015, 09:06 UTC)

 

Synonyme:
Theodizeefrage, Theodizeeproblem
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