Pantheismus

von grenzfragen

Der Begriff Pantheismus (von griech. πᾶν „alles“ und θεόςGott“) bezeichnet Vorstellungen, die das Gott-Welt-Verhältnis als Identifizierung der Gesamtheit der Dinge mit Gott oder mit einer als göttlich verstandenen All-Einheit verstehen. Insofern der Pantheismus wesentlich einen personalen Gottesbegriff ablehnt, wendet er sich gegen den Theismus, mit der Betonung der Immanenz wendet er sich gegen den Deismus.

Bis heute prägt der Pantheismus religiöse Einstellungen insbesondere von Naturwissenschaftlern (z. B. Albert Einstein) und deren ‘holistische’ Weltauffassungen. [1]

Gegenüber einer übersteigerten Betonung göttlicher Transzendenz erinnert der Pantheismus die Theologie an die dauerhafte und stetige welterhaltende Tätigkeit Gottes. [2] Dies sehen viele im Panentheismus gewahrt, ohne dass dieser die theologischen Schwierigkeiten des Pantheismus teilt.

Albert EinsteinFoto gemeinfrei

Albert Einstein
Foto gemeinfrei

„Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der gesetzlichen Harmonie des Seienden offenbart, nicht an einen Gott, der sich mit den Schicksalen und Handlungen der Menschen abgibt.” (Albert Einstein)

 

Anmerkungen

[1] Vgl. E. Tiefensee, in: LThK3, Bd. 7, Freiburg u.a. : Herder 1998, 1318.

[2] Vgl. M. Wolfes, in: RGG4, Bd. 6, Tübingen : Mohr Siebeck 2003, 857.

« Zurück zum Glossar