Gott

von grenzfragen

Gott kann verstanden werden als der nicht-endliche, nicht-begrenzte, absolute Urgrund der Welt. Als solcher ist er zugleich welttranszendent, weltimmanent und nicht unterpersonal:

  • Transzendenz: Als der nicht-begrenzte Urgrund kann er nicht kleiner, sondern nur noch größer sein als der gewaltige Kosmos; er muss alles transzendieren und umfangen.
  • Immanenz: Er kann nicht von der Welt getrennt sein (sonst wäre er ja durch sie begrenzt, also endlich). Dann aber muss er nicht nur alles umfangen, dann muss Gott auch in allem zuinnerst anwesend (immanent) sein.
  • Wenn Gott der nicht-endliche Urgrund aller Welt ist, also auch der Urgrund von personalen Wesen, dann kann er nicht weniger als personal sein kann, dann muss er die Qualität des Personalen (d. h. Intelligenz, Beziehungsfähigkeit, Freiheit) in sich haben, sonst könnte er nicht Urgrund von personalen Wesen sein.

Ein solches Gottesverständnis grenzt sich ab von:

  • Pantheismus (Gott geht in der Welt auf)
  • Deismus (nach der Erschaffung hat Gott sich zurückgezogen)
  • Lückenbüßergott (Gott wirkt anstelle von und damit auf gleiche Ebene wie innerweltliche Ursachen)

Vgl. dazu Hans Kessler: Allmacht oder Ohnmacht – Über Gottes Wirken in der Welt, S. 6-8

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