Evolution

von grenzfragen

Unter Evolution versteht der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera “das graduelle Andersartigwerden der Organismen im Verlauf der Generationenabfolgen unter genetisch verankerter Anpassung (Adaptation) an die jeweils herrschenden Umweltbedingungen … Dieser Prozess kann (muss aber nicht) mit einer Komplexitätszunahme (Höherentwicklung) (Anagenese) verbunden sein. Evolution ist eine durch das Fossilienmuster dokumentierte historische Tatsache und dauert an. Sie kann daher auch durch Experimente analysiert werden.” [1]

Die Evolutionstheorie ist nach Kutschera ein “System von Aussagen, das den historischen Prozess der Evolution beschreibt und erklärt.” [2]

Während Naturalisten und Kreationisten gleichermaßen zwischen Evolution und Schöpfung eine Unvereinbarkeit behaupten, hält die moderne Theologie katholischer wie evangelischer Prägung beide Modelle für vereinbar. [3]

1. U. Kutschera, Evolutionsbiologie, 2. Aufl., Stuttgart 2006, 274f.

2. ebd. 275

3. Exemplarisch die EKD-Texte 94 “Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule” oder auf katholischer Seite die Dokumentation einer Papsttagung zum ThemaSchöpfung und Evolution – Eine Tagung mit Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo, hg. von Stephan Otto Horn / Siegfried Wiedenhofer, Augsburg 2007

Synonyme:
Evolutionstheorie
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