Atheismus

von Heinz-Hermann Peitz

Heinz-Hermann Peitz
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Heinz-Hermann Peitz

Dr. Heinz-Hermann Peitz, geboren 1958, Studium der Biologie, Theologie und Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum. Dissertation in Theologie zum Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie. Seit 1993 an der Akademie zuständig für das Referat Naturwissenschaft – Theologie. Arbeitsschwerpunkte: Wissenschaftstheorie und Naturphilosophie zwischen Theologie und Naturalismus; Seitenblick: Bioethische Grundsatzfragen
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Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet im engeren Sinne die Überzeugung, dass es keinen Gott und keinerlei Götter gibt.

Die begriffliche Spannbreite von Atheismus umfasst einerseits die „weiten“ Begriffsbedeutungen, die ein Dasein ohne Glauben an Gott, entsprechende Lebensweisen und diesbezügliche Begründungen einschließen (auch als „Nichttheismus“ begriffen), und andererseits „enge“ bzw. „starke“ Bedeutungen, die in Hinsicht auf Götterbehauptungen verneinend, gegebenenfalls kämpferisch oder mit Gegenbeweisen vertreten werden (auch als „Antitheismus“ bezeichnet).[1. Vgl. Seite „Atheismus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Oktober 2015, 09:36 UTC. (Abgerufen: 20. Oktober 2015, 12:05 UTC)]

Ein solcher kämpferischer Atheismus wird seit Gary Wolfs Artikel im Magazin Wired (November 2006) als “neuer Atheismus” bezeichnet, der “nicht nur den Gottesglauben verurteilt, sondern auch den Respekt vor dem Gottesglauben”.

Der Atheismus unterscheidet sich vom Agnostizismus, der die Existenz Gottes lediglich für ungeklärt oder unklärbar hält. Mit dem Atheismus verwandt sind der Naturalismus, der Physikalismus und der Materialismus.

Im interdisziplinären Dialog ist die Unterscheidung von methodischem und ontologischem Atheismus entscheidend. Die methodische Ausklammerung Gottes, wie dies die Naturwissenschaften praktizieren, wird theologisch akzeptiert, wenn vom methodischen Ausschluss nicht auf die Nichtexistenz Gottes geschlossen wird.

Anmerkungen

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