argumentum ad ignorantiam

von grenzfragen

Das argumentum ad ignorantiam (lateinisch für „Argument, das an das Nichtwissen appelliert“) ist ein logischer Fehlschluss, bei dem eine These für falsch erklärt wird, allein weil sie bisher nicht bewiesen werden konnte, oder umgekehrt, eine These für richtig erklärt wird, allein weil sie bisher nicht widerlegt werden konnte. Der Fehlschluss wird ohne Sachargumente gezogen. Der so Argumentierende sieht seine mangelnde Vorstellungskraft oder seine Ignoranz als hinreichend für die Widerlegung bzw. Bestätigung einer These an. [1]

Bekannt als “Lückenbüßer-Argument” wird der Fehlschluss dem Kreationismus oder Intelligent Design vorgeworfen. [2]

[1] Aus: Seite „Argumentum ad ignorantiam“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Oktober 2015, 15:16 UTC. URL:https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Argumentum_ad_ignorantiam&oldid=146936136 (Abgerufen: 25. Oktober 2015, 10:07 UTC)

[2] Vgl. Martin Neukamm, III. Bemerkungen zur wissenschaftstheoretischen Position der Studiengemeinschaft “Wort und Wissen”, http://www.ezw-berlin.de/html/15_4442.php

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