Agnostizismus

von grenzfragen

Agnostizismus (altgriechisch ἀγνοεῖν a-gnoein „Unwissen“) ist die philosophische Ansicht, dass Annahmen, welche die Existenz einer höheren Instanz – beispielsweise eines Gottes – betreffen, entweder ungeklärt oder grundsätzlich nicht klärbar sind.

Agnostizismus ist eine Weltanschauung, die insbesondere die prinzipielle Begrenztheit menschlichen Wissens und Verstehens bzw. Begreifens betont. Die Möglichkeit der Existenz transzendenter Wesen oder Prinzipien wird nicht bestritten. Agnostizismus ist sowohl mit Theismus als auch mit Atheismus vereinbar, da der Glaube an Gott möglich ist, selbst wenn man die Möglichkeit der Gewissheit bezüglich seiner Existenz verneint. Die Frage „Gibt es einen Gott?“ beantworten Agnostiker dementsprechend nicht mit „Ja“ oder „Nein“, sondern mit „Ich weiß es nicht“, „Es ist nicht geklärt“, „Es ist nicht beantwortbar“ oder „Es ist nicht relevant“; die Frage “Glaubst du an einen Gott?” können sie trotzdem auch mit “Ja” (diese Person wäre Theist und Agnostiker) oder “Nein” (Atheist und Agnostiker) beantworten.

Vgl. Seite „Agnostizismus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. September 2015, 16:03 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Agnostizismus&oldid=146556133 (Abgerufen: 20. Oktober 2015, 10:49 UTC)

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