Genesis Flood – 50 Jahre danach

von Matthias Roser

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Matthias Roser

Matthias Roser

Matthias Roser ist Lehrkraft für besondere Aufgaben, zurzeit im Dissertationsverfahren (Technische Universität Dortmund, Institut für Evangelische Theologie); Jahrgang 1964, Studium der Evangelischen Theologie, Magister-Examen Evangelische Theologie 1991 Kirchliche Hochschule Berlin, Lehrer für Evangelischen RU, Geschichte, Politische Weltkunde in Berlin; langjährige Erfahrungen in der Aus-Fort- und Weiterbildung im Bereich Evangelischer RU, mehrere Fachveröffentlichungen zum Thema. Mitglied der Karl-Heim-Gesellschaft, Mitglied der Gesellschaft für wissenschaftliche Religionspädagogik
Matthias Roser

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The Genesis Flood : The Biblical Record and Its Scientific Implications Book Cover The Genesis Flood : The Biblical Record and Its Scientific Implications
John C. Whitcomb, Henry M. Morris
P & R PUB CO 2011, 518 S.

The Genesis Flood Over 250,000 copies sold. This anniversary edition celebrates 50 years of Whitcomb and Morris's biblically-based system of creationism and catastrophism that unifies and correlates scientific data from early earth history a modern creationist classic.

Ein kreationistischer Klassiker wird 50 – und 2011 neu aufgelegt. Kritische Bemerkungen von Matthias Roser zur zeithistorischen und theologiegeschichtlichen Verortung von „The Genesis Flood“ (1. Aufl. 1961) und seiner Wirkung.

Zusammenfassung der Besprechung von Roser

Zu Beginn wird die Fragestellung aufgeworfen, warum „The Genesis Flood“ bzw. der darin vertretenen „Sintflut-Geologie“ in hohem Grad ein Alleinstellungsmerkmal für die weltweite kreationistische Argumentation seit Mitte des 20. Jahrhunderts zuzusprechen ist. Mit Ron L. Numbers werden die von „The Genesis Flood“ ausgehenden weltweiten Impulse für die Niederlande (Nicolaas A. Rupke, Willem J. Ouweneel), Deutschland und Schweiz (Arthur E. Wilder-Smith), aber auch Australien (Ken Ham und „Answers in Genesis“ ) und Kanada (Earl G. Hallonquest) beschrieben.

Was ist aber „das Geheimnis des Erfolges“ von „The Genesis Flood“? Nach Auffassung des Autors spiegelt sich in „The Genesis Flood“ eine Methode theologischer Argumentation, die einerseits die Frömmigkeit des theologischen Laien und Bibellesers ernst nimmt und ihr ein Orientierungssystem anbietet. Dieses Orientierungssystem verspricht dem theologischen Laien und Bibelleser aber auch, sowohl ganzheitlich als auch eindeutig zu sein und seine gesamte Existenz als Christ und Bürger dieser Welt im Blick zu behalten bzw. ein Erklärungs- und Deutungsmustermuster für die Unüberschaubarkeit und Kontingenzen der Weltläufe zur Verfügung zu stellen. Die vermeintliche Diastase von Glaube und Naturwissenschaft ist in diesem Orientierungssystem nicht mehr virulent, da sie in ein größeres Ganzes (Gottes Plan) hinein dialektisch aufgehoben ist.

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