1791: Erster Zusatz zur US-Verfassung Der erste Zusatzartikel der US-Verfassung schreibt die Trennung von Staat und Kirche vor 
1802: William Paley Der Theologe William Paley schließt in seinem Buch "Natural Theology" von der Natur auf einen intelligenten Schöpfer 
1859: Charles Darwin Charles Darwin, der für sein Examen Paley studieren musste, setzt in "On the Origin of Species by Means of Natural Selection" auf natürliche Mechanismen und löst damit eine wissenschaftliche und kulturelle Revolution aus. 
1899: Ernst Haeckel Ernst Haeckel greift Darwins Gedanken auf, synthetisiert verschiedene biologische Teilgebiete im Rahmen einer Evolutionsbiologie, macht diese in Deutschland bekannt und ideologisiert sie zu einem aggressiven Atheismus. 
1925: Butler Act und Affenprozess Tennessee erlässt ein Gesetz, das es öffentlichen Schulen verbietet, Auffassungen zu lehren, die im Gegensatz zur wortwörtlichen Auslegung der Genesis stehen (Butler Act). Im so genannten Affenprozess wird daraufhin der Lehrer John Thomas Scopes in Dayton zu 100 Dollar Bußgeld verurteilt, weil er die Evolutionstheorie gelehrt habe. 
1940: Synthetische Evolutionstheorie Theodosius Dobzhansky und Ernst Mayr (Foto) verfestigen die Evolutionslehre zur sog. Synthetischen Evolutionstheorie. 
1953: DNS James Watson und Francis Crick beschreiben die Struktur des Erbmoleküls (DNS) und liefern damit einen weiteren Mosaikstein zur Evolutionstheorie. 
1967: Butler Act aufgehoben Der Butler Act (Konformität mit der wörtlich verstandenen Genesis, s. 1925) wird mit Hinweis auf den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung aufgehoben.
1987: Edwards-Prozess Der oberste US-amerikanische Gerichtshof untersagt, an öffentlichen Schulen Kreationismus neben der Evolutionslehre zu unterrichten. "Creation Science" verstoße gegen den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung (s. 1791). Das Verbot bekommt damit nationale Gültigkeit. Kurz danach wird z. B. in Lehrbüchern von "religiös" nach "wissenschaftlich" umetikettiert, indem "creationism" durch "intelligent design" ersetzt wird. 
ab 1995: Warnung auf Biobüchern in Alabama In Alabama werden Biologiebücher mit einer Art Gegenerklärung (disclaimer) beklebt, wonach Evolution eine umstrittene Theorie und deshalb mit Vorsicht zu genießen sei. Die Schulbehörde lässt die gleiche Erklärung in Richtlinien für den naturwissenschaftlichen Unterricht einarbeiten. Staaten wie Arizona, Kansas, Illinois, New Mexico, Texas and Nebraska handeln ähnlich. 
1996: Johannes Paul II. zur Evolutionstheorie In einer Botschaft an die Mitglieder der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften erklärt Johannes Paul II., die Evolutionstheorie sei mehr als nur eine Hypothese. Er hält aber auch daran fest, dass die Geistseele des Menschen unmittelbar von Gott geschaffen ist. 
2004: Theologenkommission zur Evolutionstheorie Unter Vorsitz des damaligen Kardinal Josef Ratzinger erklärt die Internationale Theologenkommission des Vatikan in einem Orientierungspapier die Vereinbarkeit von Schöpfungslehre und Evolutionstheorie - unter Einschluss echter Zufälligkeit. Die Aussage, dass der Schluss von den Daten auf Design oder Zufall theologisch nicht entschieden werden könne, hält Distanz zur Intelligent-Design-Argumentation.
2005: Schönborns Neodarwinismuskritik Mit dem Artikel "Finding Design in Nature" kritisiert Kardinal Christoph Schönborn in der New York Times den Neo-Darwinismus. Die Nähe zur Intelligent Design Bewegung löst dadurch eine monatelange interdisziplinäre und internationale Reaktion aus. 
2005: ID-Schlappe in Dover Richter John E. Jones fällt ein klares Urteil: Intelligent Design im Unterricht ist verfassungswidrig und die ID-Politik der Schulbehörde eine "atemberaubende Hirnverbranntheit". Manche sehen in dem Prozess einen richtungweisenden Präzedenzfall. 
2006: L'Osservatore Romano distanziert sich von ID Im L'Osservatore Romano distanziert sich der Evolutionstheoretiker Fiorenzo Facchini von Intelligent Design. 
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