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Nahtoderfahrung und ihre Deutung
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Dokumentation einer Akademietagung
"Das Fenster zum Himmel war offen" Nahtoderfahrung und ihre Deutung
22. Oktober 2010 Tagungszentrum Hohenheim
in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Nahtoderfahrung e.V.
"Ein unbeschreibliches Glücksgefühl durchströmt ihn da; neugierig und völlig angstfrei erlebt er diesen wunderbaren Augenblick."
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So oder ähnlich werden positive Erfahrungen an der Schwelle zum Tod beschrieben, in allen Kulturen und zu allen Zeiten. Nicht nur die Erfahrungen selbst beeindrucken, wenn versucht wird, das Unbeschreibliche zu beschreiben: Friede und Glück, außerkörperliche Wahrnehmung, dunkler Tunnel, Lichterfahrung etc. sind typische Elemente einer Nahtoderfahrung. Es sind aber auch die nicht weniger beeindruckenden positiven Nachwirkungen dieser Erfahrung: Größere Empathie, intensivere Sinnfindung, veränderte Lebenswerte, Abnahme der Todesfurcht, stärkerer Jenseitsglaube, verstärkte Spiritualität.
Das Vorkommen solcher Nahtoderfahrungen und ihrer nachhaltigen biografischen Auswirkungen ist unbestritten. Wie aber sind sie zu erklären und zu deuten? Sind sie ein rein innerweltlich-natürlicher Vorgang oder sind sie Indiz einer transzendenten Wirklichkeit? Ausgerechnet Theologen sind an dieser Stelle meist auffallend zurückhaltend. Zu Recht? Aber selbst kritische Stimmen anerkennen die wichtigen anthropologischen und theologischen Einblicke, die durch Nahtoderfahrungen vermittelt werden.
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"Nahtoderfahrungen beweisen kein Leben nach dem Tode, aber doch, dass dieser Übergang wahrscheinlich nicht so schrecklich ist, wie er vielfach befürchtet wird." (A. Stechl, A. A. Bucher) |
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