Gesamtliste der Besprechungen – performancefreundlich ohne Bilder.

Schon der erste Blick ins Themenheft „Die Schöpfung: Bibel kontra Naturwissenschaft?“ macht neugierig: Die Redakteurin, Helga Kaiser, hat renommierte, einschlägige Fachleute gewinnen können, die das Thema facettenreich auf 60 anschaulich illustrierten Seiten entfalten.

Die Zeitschrift "Theologie und Philosophie" bietet den Artikel "Die Dogmen des Naturalismus" von Hans-Dieter Mutschler (ThPh 89, 2014, 161-176) zum kostenlosen Download an. Der Artikel fasst einen Aspekt des Buches "Halbierte Wirklichkeit" zusammen, dort als "Die drei Säulen des Materialismus" bezeichnet. Ich darf Ihnen hier die Zusammenfassung des Artikels anbieten und ergänze dies durch Hinweise auf den weiteren Argumentationsgang des Buches.

Die Titelfrage des Buches ("Was kommt nach dem Tod?") führt in das Zentrum des christlichen Glaubens, die Hoffnung auf Auferstehung. Die Herangehensweise ist insofern fundamentaltheologisch, als es dem Autor Hans Kessler darum geht, diese Hoffnung vor der Vernunft zu verantworten und gute Gründe für sie anzugeben, "ohne in sich widersprüchlich zu sein und ohne gesichertem heutigen Wissen etwa der Naturwissenschaften zu widersprechen" (181).

Markus Mühling zeigt in seinem Buch "Resonances" auf, dass sich in neuen naturwissenschaftlichen Ansätzen (Theorie des ökologischen Gehirns, Theorie der evolutionären Nischenkonstruktion) Resonanzphänomene erkennen lassen, die mit theologischen Ansätzen korreliert werden können. Der Autor entfaltet dies im folgenden Videointerview.

Der Abwurf der Atombombe über Hiroshima bedeutete für die Menschheit eine Zäsur – für all jene, die mit ihrem Wissen und Können an der Entwicklung der Bombe aktiv mitgewirkt hatten, war es zunächst ein abgründiger Triumph, der bei vielen in Entsetzen umschlagen sollte. Für die in Deutschland gebliebenen Experten der Atomphysik, die im „Uranverein“ an einer „Uranmaschine“ bauten, hatte der Abwurf der Atombombe noch eine andere Bedeutung:

Thomas Nagel (*1937) ist einer der führenden Philosophen der USA, der an der renommierten New York University of Law lehrt. Besonders bekannt wurde er durch einen 1974 erschienenen Aufsatz mit dem Titel „What it is like to be a bat“ („Wie fühlt es sich an eine Fledermaus zu sein“), in dem er zeigte, dass wir, selbst wenn wir alles über Anatomie und Physiologie einer Fledermaus wüssten, dennoch nicht beurteilen könnten, wie sich das bewusste Erleben eines derartigen Wesens, das sich durch Echoortung orientiert, die uns Menschen fremd ist, anfühlt.

Die von Fans wie interessierten Kritikern lang erwartete 7. Auflage des von Reinhard Junker und Siegfried Scherer herausgegebenen Buches „Evolution – ein kritisches Lehrbuch“ ist auf dem Markt. Seit 1986 bringen die Autoren Kritik gegen die so genannte Makroevolution vor und bieten ein Schöpfungsmodell als Alternative an. Wer hier Kreationismus oder Intelligent Design (ID) vermutet, liegt nicht ganz falsch.

Lisa Randall gehört zu den intemational bekannten Expertinnen für Elementarteilchenphysik und arbeitet an der Harvard University und am MIT in Boston. Ihr vorangehendes Werk Verborgene Universen - Eine Reise in den extradimensionalen Raum (vgl. NR 2/2007, S. 103) hat nicht nur in den USA und Europa viel Anerkennung gefunden. In dem neuen Buch findet der Large Hadron Collider (LHC) beim CERN in Genf in mehreren Kapiteln besondere Beachtung.

Am 16. Oktober 2011 wurde die Physikerin Barbara Drossel mit dem Bad Herrenalber Akademiepreis 2011 für Ihren Vortrag "Die Rolle des Zufalls in der Evolution aus Sicht einer Physikerin" ausgezeichnet. Dieser Beitrag schließt nach der Laudatio von Akademiedirektor Klaus Nagorni und dem Festvortrag von Barbara Drossel die nun erschienene Dokumentation der Preisverleihung ab.

Seit dem 27. Januar stellt Clint Eastwoods "Hereafter - Das Leben danach" in den deutschen Kinos die Frage nach dem Jenseits. Eastwood thematisiert Nahtoderfahrung und Kontakt mit Verstorbenen. Schafft der Film damit tatsächlich "die glaubhafte Möglichkeit einer Jenseitigkeit", wie Spiegel-online behauptet? Ist er deshalb gelungen, "weil er der Welt etwas gibt, was sie dringend braucht: Hoffnung", wie Video-Rezensent Franc Tausch (s. u.) wertet?

Klar, dass mich der Film "The Tree of Life" neugierig gemacht hat - geht es doch um die ganz großen Fragen des Menschen: Haben universeller Makrokosmos und familiärer Mikrokosmos einen letzten Sinn? Zählt der Lebensbaum Darwins oder der Lebensbaum der Religionen? Der Film zeigt die Ambivalenz des Daseins: Schönheit und Leid - Im Großen wie im Kleinen. Immer wieder fragt der Film ähnlich wie Wolfgang Borchert über das Leid: "Wo warst Du?". Er stellt sich also im Kern der Theodizeefrage, dem "Fels des Atheismus" (Georg Büchner). Und: Er gibt Antworten. Überzeugende?

Der bekannte Physiker lehrt Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik an dem renommierten California Institute for Technology (Caltech) in Pasadena. Im Prolog zu dem vorliegenden Werk wird selbstkritisch eingeräumt, dass die Übersetzung des amerikanischen Titels „The Drunkard’s Walk“ (eigentlich „Das Torkeln des Trunkenbolds“) mit “Wenn Gott würfelt“ sehr wenig präzise ist!

In der neuen PISA-Studie von 2006 „Schulleistungen im Internationalen Vergleich - Naturwissenschaftliche Kompetenzen für die Welt von morgen " (Bielefeld 2007) werden zwar auch die Haltungen und Einstellungen der 15-Jährigen zu den Naturwissenschaften und ihr Wissen um die Chancen analysiert, die naturwissenschaftliche Kompetenzen im Leben eröffnen können, aber nicht im bilateralen Vergleich Japan/Deutschland.

In der renommierten Reihe "Religion, Theologie und Naturwissenschaft" des Verlags Vandenhoeck & Ruprecht erscheint im September ein mächtiger Sammelband, der sich kritisch mit der deutschen Kreationismus- und Intelligent-Design-Szene auseinandersetzt: "Evolution im Fadenkreuz des Kreationismus – Darwins religiöse Gegner und ihre Argumentation", hg. v. Martin Neukamm.

In der renommierten Reihe "Religion, Theologie und Naturwissenschaft" des Verlags Vandenhoeck & Ruprecht erscheint im September ein mächtiger Sammelband, der sich kritisch mit der deutschen Kreationismus- und Intelligent-Design-Szene auseinandersetzt: "Evolution im Fadenkreuz des Kreationismus – Darwins religiöse Gegner und ihre Argumentation", hg. v. Martin Neukamm.

„Einen so doofen Gott kann es gar nicht geben! Gott ist so was wie ein Riesen-Osterhase für Erwachsene!“ Die Heldin des Kinderbuchs „Susi Neunmalklug erklärt die Evolution“ hat für die Schöpfungserzählung ihres Lehrers nur Gelächter und Häme übrig, denn sie weiß es besser: Nur Urknall und Evolution sind als Ursache für Welt und Menschen Ernst zu nehmen.

Mehr als siebenunddreißig Jahre lang legt der bekannte Physik- und Astronomielehrer den Weg von seinem Haus zum College zurück. Er kennt jeden Weg, jede Pflanze, alle Tiere, alle Gebäude und deren Geschichte. Die Kapitel des Buches sind zugleich markante Punkte auf diesem täglichen Weg zur Arbeit: die Siedlung, der Wald, am Wegesrand, der Bach, die offenen Felder, die Auwiese, die Gärten.

Jeder Band der Reihe zu aktuellen Themen »des Wissens und Fragens« weist drei Gliederungsschwerpunkte auf: Grundriss mit einer kompakten Gesamtdarstellung des Themas, Vertiefungen mit weiteren Hypothesen und Modellen, das Glossar mit der Erläuterung der zentralen Begriffe und die weiterführenden Literaturhinweise zum vertiefenden Studium.

Im Februarheft der Stimmen der Zeit (siehe Presseschau vom 29.02.) empfiehlt der Rezensent Christian Kummer das Taschenbuch „Evolution“ des Zoologen Josef H. Reichholf, der sich September 2007 kritisch konstruktiv mit der katholischen Position zur Evolutionstheorie auseinander gesetzt hat (wir dokumentierten den Wortlaut). Der Buchempfehlung schließe ich mich an, jedoch mit einer kleinen, aber wichtigen Einschränkung.

"Von Göttern und Designern“ war der erste Film eines Themenabends von ARTE zum christlichen Fundamentalismus. Er berichtete über die zentralen Anliegen des gegen die Evolutionstheorie gerichteten, sogenannten Kreationismus und über die abgemilderte Variante „Intelligent Design“, die in den USA aus eher strategischen Gründen versucht, sich einen wissenschaftlicheren Anstrich zu geben.