Beweisen die Neurowissenschaften, dass wir nicht frei sind?
Vortrag auf dem RSNG-Jahreskongress 2008 mit dem Themenschwerpunkt "Neurowissenschaften im interdisziplinären Dialog" vom 17.-19. Oktober 2008, Stuttgart-Hohenheim
Günter Rager Die Neurowissenschaften beweisen nicht, dass wir nicht frei sind.
ragershort
Hauptreferate
Aus der Au: Gott, Geist, Gehirn Die unterschiedlichen Erklärungen für Geist und Gott bilden keine Konkurrenz, keine Ergänzung, aber Begrenzung und Bereicherung.
Blume: Gotteswahn oder Gottesschau? Religion tritt uns – wie Musikalität – in Wechselwirkung biologischer und kultureller Geschichte, als Produkt biokultureller Evolution entgegen.
Rager: Beweisen Neurowissenschaften Unfreiheit? Das Problem der Freiheit entsteht nicht durch die Neurowissenschaften, sondern durch jene Neurophilosophen, welche neurowissenschaftliche Daten reduktionistisch interpretieren.
Schockenhoff: Das Vermögen zur Freiheit Das Subjektive, Mentale ist ontologisch primär; es ist Ausgangspunkt auch einer naturwissenschaftlichen Welterklärung.
Impulse
Peitz: Kriterien für gelingenden Dialog Voraussetzung für gelingenden Dialog ist zum einen die Anerkennung der Irreduzierbarkeit der beteiligten Diskurse, zum anderen die Philosophie als Zwischeninstanz zwischen Naturwissenschaft und Theologie.