Evolution innerhalb einer trinitarischen Prozess-Kosmologie Whiteheads Beitrag zu einer naturwissenschaftlich informierten Schöpfungstheologie
Dr. Bernhard Dörr, Frankfurt
Ein allen - d. h. Naturwissenschaften (Biologie), Theologie, Alltagserfahrungen - Wirklichkeitszugängen und -phänomenen möglichst adäquat gerecht werdendes Grundverständnis der Wirklichkeit als ganzer bietet eine trinitarisch-theologisch fundierte Kosmologie, die in der Form einer trinitarischen Prozess-Kosmologie im Rückgriff auf Whitehead ausgearbeitet werden kann.
[Multimedia-Vortrag folgt]
Bernhard Dörr Jeder Mensch greift über das Naturgeschehen hinaus!
Dr. Bernhard Dörr
Theologe. Dozent an der Goethe-Universität, Frankfurt am Main, sowie an der PTH St. Georgen, Frankfurt am Main. Dissertation: Trinitarische Prozess-Kosmologie - Grundzüge einer christlich-theologischen Wirklichkeitssicht im Zeitalter der Naturwissenschaft (2008)
P. Hess: Evolution vs. Creationism Peter Hess, the Faith Project Director of the National Center for Science Education (NCSE), about the controversy between evolution and creationism, their arguments and strategies esp. in the USA
M. Gudo: Geltungsbereiche von Evolutionstheorien "Evolution ohne Anpassung": Organismen erschließen und gestalten ihre Lebensbereiche selbst nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit ihrer Körperkonstruktion.
M. Roser: Der deutschsprachige Kreationismus Erste theologisch-rekonstruierende Annäherungen an den deutschsprachigen Kreationismus und das Bildungssystem in der BRD von 1975 bis heute.
B. Dörr: Trinitarische Prozess-Kosmologie Ein allen Wirklichkeitszugängen gerecht werdendes Grundverständnis der Wirklichkeit als ganzer bietet eine trinitarische Prozess-Kosmologie im Rückgriff auf Whitehead.
Textlektüre: Eigendynamik der Geschöpfe Auszug aus Hans Kesslers neuestem Buch, in dem es um "Schöpfung als die große Freigabe" geht: "Freigabe der Geschöpfe in ihr Eigensein, in relative Eigenständigkeit und in Eigenaktivität (Kreativität) hinein". Vorgestellt von und diskutiert mit Bernhard Dörr.
... und Teilnehmer (wird vervollständigt)
Projektvorstellungen im Überblick Die Teilnehmer der Tagung hatten Gelegenheit, individuelle und Gruppenprojekte vorzustellen. Dokumentation folgt.
Projektbeispiel Jaskolla/Buck In dem Projekt Whitehead und Evolution soll gezeigt werden: (a) negativ: Der Materialismus ist mit dem Evolutiongedanken unvereinbar; (b) positiv: Der Evolutionsgedanke lässt sich elegant mit der Theorie des modernen Panexperientialismus verbinden.
Projektbeispiel Tobias Müller Angekoppelt an das Dilthey-Fellowship "Das Rätsel des Bewusstseins - nichtreduktionistische Theorien" wurde ein Nachwuchsnetzwerk gegründet; erster philosophischer Workshop "Ein Universum voller Geiststaub". Die Templeton-Research-Lectures thematisieren Grundbausteine einer modernen Anthropologie.
Projektbeispiel Kurt Wuchterl Das Buchprojekt erfasst das Problem der Kontingenz neu und macht es für den Dialog zwischen Naturwissenschaften und Religion fruchtbar.
Projektbeispiel Carsten Bresch Das Buchprojekt kommt von der wissenschaftlichen Erkenntnis zu einer fundamentalen Unbegreiflichkeit - Anknüpfungspunkt für die Unbegreiflichkeit Gottes und eine negative Theologie.
Projektbeispiel Andreas Losch Neben dem Gesprächskreis Theologie-Naturwissenschaft der Kirchlichen Hochschule Wuppertal stellt Losch das eigene Projekt vor: Jenseits der Konflikte - eine konstruktiv-kritische Auseinandersetzung von Theologie und Naturwissenschaften.
Projektbeispiel Frank Vogelsang Die evang. Akademie im Rheinland versteht eine interdisziplinäre Tagungsreihe (in Kooperation mit ESSSAT, dem ev. Studienwerk Villigst und FEST) als Innovationsmarkt - auch für Nachwuchskräfte.
Projektbeispiel Gerd Weckwerth "Naturwissenschaft und Glaube e.V." setzt sich ein für den offenen Dialog zwischen Naturwissenschaft und Glaube. Den Dialoghindernissen will der Verein durch Bildungsarbeit und Forschung entgegenwirken.