Wir bieten Ihnen interessante Buchbesprechungen! Die Rubrik "Rezensionen" ist seit dem 1. Dezember 2003 eröffnet und erweitert sich ständig: Rückblickend mit Klassikern, aktuell mit Neuerscheinungen! Finden Sie ein Buch so interessant, dass Sie es kaufen möchten? Ein Klick auf den Buchtitel oder auf die Abbildung des Covers führt Sie sofort zur richtigen Seite bei amazon.de, nur ein paar Klicks von Ihrem Kauf entfernt.
Meine Buchempfehlungen
Rezensionen (sortiert nach Einstelldatum)
Linke: Die Freiheit und das Gehirn D.B. Linke ist überzeugt, dass die Neurowissenschaften und die Hirnforschung noch weit davon entfernt sind, Kreativität in Verbindung mit menschlicher Freiheit zu erfassen und empirisch zu belegen.
3.4.: Schandry: Biologische Psychologie Dieses neue Lehrbuch will nicht nur Studierende der Psychologie und der Pädagogik sowie Leserinnen und Leser der Nachbardisziplinen umfassend und gründlich informieren, sondern auch zeigen, welche Faszination vom menschlichen Gehirn und seinen Funktionen ausgehen kann.
3.4.: Kandel: Psychiatrie, Psychoanalyse und Geist In den sechs wichtigen Beiträgen des Sammelbandes beschäftigt sich E.R. Kandel mit der Psychotherapie und der einzelnen Synapse, mit dem neuen theoretischen Rahmen der Psychiatrie sowie mit der Molekularbiologie und der Zukunft der Psychoanalyse.
3.4.: Ansermet: Die Individualität des Gehirns Der Kinderpsychiater und Psychoanalytiker Fr. Ansermet und der Neurowissenschaftler P. Magistretti stellen enge Beziehungen zwischen der "synaptischen und der psychischen Spur" fest und stellen die neuronale Plastizität in das Zentrum der Argumentation.
3.4.: Hubert: Ist der Mensch noch frei? Die Antwort auf die Titelfrage lautet: Ja, der Mensch ist immer noch frei! M. Hubert hat Neurowissenschaftler, Kognitionsforscher, Philosophen und Psychologen interviewt und befragt.
Sinn des Lebens und Sinn des Universums Michal Heller wendet sich konsequent sowohl gegen einen naturwissenschaftlich ignoranten Glauben als auch gegen anmaßende Ansprüche von Seiten der Wissenschaft, alles erklären zu können.
Unter dem Stichwort "Zweckentfremdet" wendet sich der Moraltheologe und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Eberhard Schockenhoff, gegen das BGH-Urteil und die PID. Die gesetzliche Festlegung, dass ein Embryo nur zum Zwecke der Schwangerschaft künstlich erzeugt werden darf, sei mit diesem Urteil ad absurdum geführt. Schließlich würden Embryos bei auffälligem Befund verworfen und damit nicht zum Zwecke ihrer Erhaltung erzeugt. Das verstoße gegen Menschenwürde, Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit; vor allem aber sieht Schockenhoff darin eine "unerträgliche Diskriminierung von behinderten Menschen". Formal beklagt Schockenhoff die Wortverdreherei, die den Gesetzessinn ins Gegenteil verkehre. Keine Exegese, sondern eine "erkennbar ergebnisbezogene Auslegung". hhp
MdEP Dr. med. Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher und Vorsitzender der AG Bioethik der EVP/Christdemokraten im Europäischen Parlament, fordert, "dass der Deutsche Bundestag so schnell wie möglich ein Verbot der PID erlässt". Beim BGH-Urteil (siehe Pressemitteilung) erschrecke ihn die Analogie zwischen Samenzell- und Embryonenauswahl, die den Unterschied zwischen Zellen vor und nach der Befruchtung verkenne. Zudem spreche der Vergleich mit dem europäischen Ausland gegen PID: Zum einen führten Schwangerschaften nach PID dort häufiger zu Abtreibungen als beim Bevölkerungsdurchschnitt, zum anderen erweise sich dort eine Begrenzung auf schwerwiegende Erkrankungen als unrealistisch. Überall dort, wo PID zugelassen sei, werden auch spätmanifeste Krankheiten diagnostiziert. Liese widerspricht damit dem Zeit-Artikel von Martin Spiewak ("Retorten-Embryonen" vom 8.7.), für den die bisherige Entwicklung im Ausland der Selektion und Diskriminierung Behinderter keinen Vorschub leiste. hhp