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Meine Buchempfehlungen
Rezensionen (sortiert nach Einstelldatum)
28.10.09: Kesslers evolutive Sicht der Schöpfung Hans Kessler legt nicht nur eine zeitgenössische, im Dialog mit der Evolutionsbiologie entstandene Schöpfungslehre vor; er positioniert sich ausführlich gegen Kreationismus und Intelligent Design auf der einen und gegen den naturalistischen Atheismus auf der anderen Seite.
11.09.09: Chancen naturwissenschaftlicher Bildung Ein Forschungsprojekt berichtet über "Einstellungen zu den Naturwissenschaften bei deutschen und japanischen Jugendlichen". Diese seien "besser als erwartet", erforderlich sei aber eine "Verbesserung der Unterrichtsqualität".
01.09.09: Geschichte der Vererbung Das rezensierte Buch stellt die Ergebnisse eines am MPI für Wissenschaftsgeschichte und an der Universität Exeter angesiedelten Forschungsprojektes zur "Kulturgeschichte der Vererbung" dar. Lebendige und gegenwartsbezogene Wissenschaftsgeschichte.
12.08.09: Evolution im Fadenkreuz (Teil II) Ein Sammelband setzt sich kritisch mit der deutschen Kreationismus- und ID-Szene auseinander und wirft dem 'kritischen Lehrbuch' von Junker/Scherer "systematische Desinformation" vor (Rezension Teil II)
06.08.09: Evolution im Fadenkreuz (Teil I) Im September erscheint ein mächtiger Sammelband, der sich kritisch mit der deutschen Kreationismus- und ID-Szene auseinandersetzt. H.-H. Peitz konnte sich durch ein Vorabexemplar einen ausführlichen Eindruck verschaffen. (Rezension Teil I)
29.07.09: Eugenie Scott über ihr neues Buch Eines der Standardwerke über Kreationismus und Intelligent Design erscheint in der zweiten Auflage. Die Autorin, Eugenie Scott, erklärt in einem Gesprächsausschnitt, was aktualisiert und verbessert werden konnte.
Unter dem Stichwort "Zweckentfremdet" wendet sich der Moraltheologe und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Eberhard Schockenhoff, gegen das BGH-Urteil und die PID. Die gesetzliche Festlegung, dass ein Embryo nur zum Zwecke der Schwangerschaft künstlich erzeugt werden darf, sei mit diesem Urteil ad absurdum geführt. Schließlich würden Embryos bei auffälligem Befund verworfen und damit nicht zum Zwecke ihrer Erhaltung erzeugt. Das verstoße gegen Menschenwürde, Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit; vor allem aber sieht Schockenhoff darin eine "unerträgliche Diskriminierung von behinderten Menschen". Formal beklagt Schockenhoff die Wortverdreherei, die den Gesetzessinn ins Gegenteil verkehre. Keine Exegese, sondern eine "erkennbar ergebnisbezogene Auslegung". hhp
MdEP Dr. med. Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher und Vorsitzender der AG Bioethik der EVP/Christdemokraten im Europäischen Parlament, fordert, "dass der Deutsche Bundestag so schnell wie möglich ein Verbot der PID erlässt". Beim BGH-Urteil (siehe Pressemitteilung) erschrecke ihn die Analogie zwischen Samenzell- und Embryonenauswahl, die den Unterschied zwischen Zellen vor und nach der Befruchtung verkenne. Zudem spreche der Vergleich mit dem europäischen Ausland gegen PID: Zum einen führten Schwangerschaften nach PID dort häufiger zu Abtreibungen als beim Bevölkerungsdurchschnitt, zum anderen erweise sich dort eine Begrenzung auf schwerwiegende Erkrankungen als unrealistisch. Überall dort, wo PID zugelassen sei, werden auch spätmanifeste Krankheiten diagnostiziert. Liese widerspricht damit dem Zeit-Artikel von Martin Spiewak ("Retorten-Embryonen" vom 8.7.), für den die bisherige Entwicklung im Ausland der Selektion und Diskriminierung Behinderter keinen Vorschub leiste. hhp