Eine Initiative des Metanexus-Instituts, Philadelphia, baut eine weltweite Vernetzung von Gruppen auf, die im Dialog Naturwissenschaft - Religion engagiert sind. Als Mitglied dieses Netzwerkes profitiert der Arbeitskreis "forum-grenzfragen" nicht nur von der finanziellen Förderung, sondern vor allem von der Möglichkeit des interdisziplinären, interreligiösen und globalen Dialogs. Vom 26.-28. März war der Direktor dieser Local Societies Initiative (LSI), Eric Weislogel Ph.D., Gast der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. In einem Interview spricht Weislogel über Stand und Zukunft dieses einzigartigen Netzwerks.
Für die Physikerin Lisa Randall ist das Großartige an der Wissenschaft gerade ihre Unordnung. Wissenschaftler sind nicht im Besitz einer geoffenbarten Wahrheit, sondern müssen selber herausfinden, was die Welt im Innersten zusammenhält. Das ist nach Randall der große Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft: Wissenschaftler kennen die Antworten nicht. Sie müssen sie suchen. Ein interessantes Gespräch, auch über die Kathedralen und Glaubenssätze der Physik. -al
Die Fachzeitschrift Science verkündet in ihrer jüngsten Ausgabe: »Analytisches Denken fördert den religiösen Unglauben.« Das klingt, so Ulrich Schnabel, intuitiv erst einmal einleuchtend. Die Vernunft als natürliche Gegnerin des Glaubens ? das ist seit gut dreihundert Jahren das Leitmotiv aller Aufklärer und Religionskritiker. Er zeigt zum Glück aber auch: mit Religionskritik darf man es sich nicht zu einfach machen. Sonst sitzt man nur den intuitiven Vorurteilen seiner Ratio auf. - al