"Wer die Quantentheorie zu verstehen meine, habe sie nicht begriffen, soll Max Born einmal gesagt haben. Diese Feststellung ist jedenfalls ein ungleich anspruchsvollerer Ausgangspunkt für ein Gespräch zwischen Theologie und Physik als es „Urknall“ und „anthropisches Prinzip“ je sein können."
Was Andreas Benk damit meint, lesen Sie ausführlich in seinem Beitrag "Physik und Theologie - Grenzen des Verstehen" - freundlicher Weise von den Stimmen der Zeit zur Verfügung gestellt.
Für die Physikerin Lisa Randall ist das Großartige an der Wissenschaft gerade ihre Unordnung. Wissenschaftler sind nicht im Besitz einer geoffenbarten Wahrheit, sondern müssen selber herausfinden, was die Welt im Innersten zusammenhält. Das ist nach Randall der große Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft: Wissenschaftler kennen die Antworten nicht. Sie müssen sie suchen. Ein interessantes Gespräch, auch über die Kathedralen und Glaubenssätze der Physik. -al
Die Fachzeitschrift Science verkündet in ihrer jüngsten Ausgabe: »Analytisches Denken fördert den religiösen Unglauben.« Das klingt, so Ulrich Schnabel, intuitiv erst einmal einleuchtend. Die Vernunft als natürliche Gegnerin des Glaubens ? das ist seit gut dreihundert Jahren das Leitmotiv aller Aufklärer und Religionskritiker. Er zeigt zum Glück aber auch: mit Religionskritik darf man es sich nicht zu einfach machen. Sonst sitzt man nur den intuitiven Vorurteilen seiner Ratio auf. - al