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Klonen - ein Expertenpodium
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Weitgehender Konsens zur Ablehnung des Klonens
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Die gehäuften Pressemeldungen zum angeblich ersten Menschen-Klon, der vorzeitige Tod des Klon-Schafs „Dolly“ und das Votum des Bundestages für ein generelles weltweites Klonverbot waren Anlass, auf einer Akademieveranstaltung am 27.02.03 das Thema Klonen differenziert zu diskutieren. Die beteiligten Referenten:
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Bischof Dr. Gebhard Fürst: Vorsitzender der Unterkommission Bioethik der Deutschen Bischofskonferenz; Mitglied des Nationalen Ethikrates
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Prof. Dr. Dietmar Mieth: Lehrstuhl für Theologische Ethik, Tübingen; Deutsches Mitglied der Embryonenschutz-Protokollgruppe für die Menschenrechtskonvention zur Biomedizin des Europarates; Leiter des DFG-Projektes: Wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse über In-Vitro-Techniken
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Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel: Geschäftsführender Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bayreuth; Leiter des Transplantationszentrums am Klinikum Augsburg; stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Ethikrates
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Die beteiligten Referenten, Bischof Dr. Gebhard Fürst, der Ethiker Prof. Dr. Dietmar Mieth und der Mediziner Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel zeigten sich weitestgehend einig: Sowohl das Menschenklonen als auch das Forschungsklonen sind abzulehnen, das gebiete die Schutzwürdigkeit des Embryos, der seit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle Mensch ist. Und doch: Ein kleiner, aber wichtiger Dissens verblieb. Anders als Fürst und Mieth ließ Nagel die Tür zum Klonen noch einen winzigen Spalt offen. Seine derzeitige und deutliche Ablehnung der Instrumentalisierung von Embryonen gründet primär darin, dass in absehbarer Zeit keinerlei Therapieerfolg durch Klonierung in Sicht ist. So führe auch der bisher übliche Begriff des „therapeutischen Klonens“ in die Irre: Wer baldigen Therapieerfolg in Aussicht stelle, treibe Missbrauch mit der Hoffnung der Menschen. Gänzlich ausschließen wollte Nagel jedoch nicht, dass eine sich ändernde Situation einen Notstand mit Interessenskollisionen herbeiführen könne. In einer solchen Notstandssituation sei ein Embryo zu Gunsten der Therapie konkreter Personen zu instrumentalisieren. Nur unter eng definierten Bedingungen sei ein solcher Schritt jedoch zulässig:
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Getötet werden dürften nur so genannte überzählige Embryonen
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Die Embryonen befinden sich maximal im 32-Zellstadium vor der Nidation
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Der therapeutische Nutzen für eine konkrete Gruppe kranker Menschen tritt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein
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Das Eintreten dieser Bedingungskombination hält Nagel jedoch für unwahrscheinlich. Optimistischer beurteilt er die Aussicht auf Therapie durch so genannte adulte Stammzellen, die ethisch unproblematisch sind und verhindern könnten, dass sich die erwähnte Notstands- und Dilemmasituation beim Einsatz des embryonalen Forschungsklonens überhaupt einstellt.
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Impuls Prof. Dr. Nagel
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Diskussion Nagel, Mieth, Fürst
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Impuls Prof. Dr. Mieth
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Impuls Bischof Dr. Fürst
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