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22.02.: Der Klon: Durchbruch oder Dammbruch? | 4.2.09: Traditionalismus als Dialoghindernis
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30.03.: Albert Einstein
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Presseschwerpunkt anlässlich des 125. Geburtstags von Albert Einstein (14.03.1879 – 18.04.1955). Für Sie gelesen und zusammengefasst von Vera Niedermaier. Die Volltexte finden Sie ggf. bei Genios.
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Zur Biographie
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Albert Einstein wurde am 14.03.1879 in Ulm als Sohn eines jüdischen Kleinunternehmers geboren. Nach Abschluss des Studiums am Polytechnikum in Zürich nahm er in Bern eine Stelle im Patentamt an und heiratete seine Studienfreundin Mileva Maric. 1905 wurde er durch bahnbrechende Arbeiten (z. B. seine „Spezielle Relativitätstheorie“) bekannt und arbeitete in den Folgejahren in Zürich und Prag, bevor er 1914 einem Ruf nach Berlin folgte. Die Ehe mit Mileva Maric, aus der drei Kinder hervorgingen, wurde 1919 geschieden; Einstein heiratete daraufhin seine Cousine Elsa. Für einen Beitrag zur Quantenphysik (nicht für die Relativitätstheorie!) erhielt Einstein im Jahre 1921 den Physiknobelpreis. Während eines Forschungsaufenthaltes in den USA erreichte Einstein die Nachricht von der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler woraufhin er beschloss, in den USA zu bleiben, da er sich bereits die Jahre zuvor in Berlin antisemitischen Attacken ausgesetzt gefühlt hatte. Er wies 1939 als überzeugter Pazifist den US-Präsident Roosevelt auf die Gefahren einer deutschen Atombombe hin, wurde damit zum Mitinitiator des amerikanischen Atombombenprojektes, setzte sich jedoch wenig später für eine weltweite Ächtung jeglicher Kernwaffenprogramme ein. Einstein starb 1955 in Princeton, ohne jemals wieder deutschen Boden betreten zu haben.
Quellen: - Armin Hermann, „Ob ich noch Eier legen kann?“ Vor 125 Jahren, am 14. März 1879, wurde Albert Einstein in Ulm geboren. In Berlin fühlte er sich nicht nur als Wissenschaftler wohl, in Berliner Zeitung v. 13.02.04, 18. - Till Mundzeck, Seit Einstein gehen die Uhren im All anders, in: Saarbrücker Zeitung v. 13.03.04.
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Bahnbrechende Entdeckungen und Vorhersagen
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- E=mc2; (Masse-Energie-Äquivalenz) Seine wohl berühmteste Formel, nach der Masse eine konzentrierte Form von Energie ist.
- Schwarze Löcher Die Existenz von Schwarzen Löchern im Universum sagte bereits seine „Allgemeine Relativitätstheorie“ voraus.
- Gravitationslinsen Nach der „Allgemeinen Relativitätstheorie“ krümmen große Massen den Raum und damit auch Lichtstrahlen. Sogenannte Gravitationslinsen, bestehend aus großen Galaxienansammlungen, bündeln das Licht dahinter stehender, ferner Objekte. Einstein wurde schlagartig berühmt, als die Lichtablenkung im Gravitationsfeld 1919 durch Sternenbeobachtung am Sonnenrand während einer Sonnenfinsternis nachgewiesen werden konnte.
- Expansion des Universums Einsteins bekannte Theorie eines sich ausdehnenden oder kollabierenden Weltalls ist Resultat seiner Gleichungen.
- Bose-Einstein-Kondensat Bei –273,15 Grad Celsius verschmelzen Atome bestimmter Elemente zu einer Einheit und formen gemeinsam eine Art Superatom. Einstein hat, aufbauend auf Überlegungen des indischen Physikers Satyendra Nath Bose, 1925 diesen fünften Aggregatszustand der Materie vorhergesagt.
Quellen: - Renate Wahsner, Wer war der Mann? Albert Einstein. Nachträgliches zu seinem 125. Geburtstag, in: Junge Welt v. 17.03.04, 10. - Till Mundzeck, E=mc2;. Alles ist relativ: Vor 125 Jahren wurde das Jahrhundertgenie Albert Einstein geboren, in: Eßlinger Zeitung vom 13.03.04.
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Elitegehirnforschung? Ein etwas anderer Zugang
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Kai Michel berichtet von Michael Hagner, Wissenschaftshistoriker in Zürich und Elitegehirnforscher, der seinen Studenten zu Semesterende einen Film vorführt, in dem ein japanischer Professor auf der Suche nach dem Gehirn Albert Einsteins von einem Filmteam begleitet wird. Ein Dr. Thomas Harvey soll es dem toten Einstein 1955 in Princeton entnommen haben. Tatsächlich hatte Harvey Einsteins Gehirn über vierzig Jahre bei sich zu Hause gehortet und es in Würfel geschnitten. Harveys Tun hatte jedoch keinerlei wissenschaftlichen Hintergrund, er war einfach der Faszination, der Aura des Genies verfallen. Hagner zu Folge ist der Kult um Einsteins Gehirn „der vielleicht skurrilste Auswuchs jener wissenschaftlichen Praxis, die [...] versuchte, das Unfassbare der menschlichen Kreativität in der Materie handfest zu machen“. Zunächst glaubte man, je schwerer und größer das Gehirn, desto genialer sein Besitzer. Dann machte man besonders ausgeprägte zerebrale Windungen sowie Größe und Dichte bestimmter Hirnzellen für außerordentliche Intelligenz verantwortlich. Erst nach 1945 wandelte sich das Bild hin zu einer technizistischen Vorstellung vom Gehirn als Schaltzentrale, als Computer – die Aura und der fast reliquienartige Kult um die Hirne großer Intellektueller jedoch blieb. Hagner zu Folge lässt sich aus der Wissenschaftsgeschichte eine Quintessenz ziehen, die ihm besonders am Herzen liegt: Die Naturwissenschaften sollten sich ihrer Geschichte bewusst sein und damit auch ihrer eigenen Fehlbarkeit.
Quelle: - Kai Michel, Wo ist Einsteins Denkorgan? Der Wissenschaftshistoriker Michael Hagner betreibt in Zürich Elitegehirnforschung, in: DIE ZEIT v. 11.03.04, 37.
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