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14.10.10: Tagung zur Nahtoderfahrung am 22.10.
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"Das Fenster zum Himmel war offen" Nahtoderfahrung und ihre Deutung
22. Oktober 2010, 17-21 Uhr Tagungszentrum Hohenheim
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Nahtoderfahrung
Die kulturübergreifenden Muster von Nahtoderfahrungen offenbaren etwas von der Natur des Menschen. Können sie medizinisch erklärt und anthropologisch wie theologisch stimmig gedeutet werden? Interdisziplinäre Podiums- und Publikumsdiskussion.
[Dokumentation der Tagung]
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Referenten
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Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ Philosoph und Theologe, Professor für Metaphysik, Philosophie der Sprache und des Geistes an der Hochschule für Philosophie München
Prof. em. Günter Ewald Mathematiker und Naturwissenschaftler, 1964-94 Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Bochum
Dr. Lukas Heydrich Neurowissenschaftler am Laboratory of Cognitive Neuroscience - Brain-Mind Institute, Lausanne, Schweiz
Dr. Joachim Nicolay Psychologe und Theologe, stellvertretender Vorsitzender des Netzwerk Nahtoderfahrung e.V.
Alois Serwaty Mitbegründer und Leiter des Netzwerk Nahtoderfahrung e.V.
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"Ein unbeschreibliches Glücksgefühl durchströmt ihn da; neugierig und völlig angstfrei erlebt er diesen wunderbaren Augenblick." So oder ähnlich werden positive Erfahrungen an der Schwelle zum Tod beschrieben, in allen Kulturen und zu allen Zeiten. Nicht nur die Erfahrungen selbst beeindrucken, wenn versucht wird, das Unbeschreibliche zu beschreiben: Friede und Glück, außerkörperliche Wahrnehmung, dunkler Tunnel, Lichterfahrung etc. sind typische Elemente einer Nahtoderfahrung. Es sind aber auch die nicht weniger beeindruckenden positiven Nachwirkungen dieser Erfahrung: Größere Empathie, intensivere Sinnfindung, veränderte Lebenswerte, Abnahme der Todesfurcht, stärkerer Jenseitsglaube, verstärkte Spiritualität.
Das Vorkommen solcher Nahtoderfahrungen und ihrer nachhaltigen biografischen Auswirkungen ist unbestritten. Wie aber sind sie zu erklären und zu deuten? Sind sie ein rein innerweltlich-natürlicher Vorgang oder sind sie Indiz einer transzendenten Wirklichkeit? Ausgerechnet Theologen sind an dieser Stelle meist auffallend zurückhaltend. Zu Recht? Aber selbst kritische Stimmen wie Hans Küng ("Sterbeerlebnisse beweisen für ein mögliches Leben nach dem Tod nichts") anerkennen die wichtigen anthropologischen und theologischen Einblicke, die durch Nahtoderfahrungen vermittelt werden.
Sie sind herzlich eingeladen, Erfahrungsberichte und ihre interdisziplinären Deutungen zu diskutieren.
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"Nahtoderfahrungen beweisen kein Leben nach dem Tode, aber doch, dass dieser Übergang wahrscheinlich nicht so schrecklich ist, wie er vielfach befürchtet wird." (A. Stechl, A. A. Bucher) |
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Druckbare Version
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