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08.02.11: Grundvertrauen in die Wirklichkeit
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Samstag, 5. Februar 2011
Prof. Dr. Reinhold Boschki
Grundvertrauen in die Wirklichkeit Annäherungen an eine verloren gegangene Kompetenz
Gesprächsleitung: Dr. Heinz-Hermann Peitz
[zur Dokumentation]
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Die heutige Zeit, die vielfach als Spät- oder Nachmoderne bezeichnet wird, ist sozialwissenschaftlich durch die Auflösung einer stabilen Identität charakterisiert. Sozialisationstheoretiker reden von "Bastelidentität" oder "Patchwork-Identität". Voraussetzung für Identität ist Vertrauen in sich selbst, in andere Menschen und - im Kontext einer theologischen Anthropologie - Vertrauen in Gott. Doch können wir uns heute noch selbst vertrauen, zum Beispiel unserer Vernunft, angesichts der Unvernünftigkeit menschlicher Taten in der Moderne? Können wir im Computerzeitalter noch Vertrauen in Welt und Wirklichkeit aufbauen angesichts einer immer stärkeren digitalen und virtuellen Realität? Können wir schließlich noch Gott vertrauen, angesichts der Alltagserfahrung, dass die Welt auch ganz gut ohne Gott funktioniert? Der Vortrag sucht Annäherungen an die scheinbar verloren gegangene menschliche Kompetenz des "Grundvertrauens in die Wirklichkeit".
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Prof. Dr. Reinhold Boschki
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studierte Katholische Theologie und Sozialwissenschaften in Tübingen, Münster und Boston (USA). In seiner fundamentaltheologischen Dissertation beschäftigt er sich mit der Frage nach Gott angesichts von Auschwitz, in seiner religionspädagogischen Habilitation mit dem praktisch-theologischen Leitbegriff der Beziehung. Er ist Professor für Religionspädagogik und lehrt an den Universitäten Bonn und Köln. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. religiöse Identität, religiöse Bildung, interreligiöses und erinnerungsgeleitetes Lernen.
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