"Aktuelles auf einen Blick und Klick!" Das ist das Motto, unter dem wir auf der Startseite und auf "Aktuelles" eine so genannte Tag Cloud (Schlagwort-Wolke) installiert haben. So behalten Sie die aktuellen Highlights bestens im Blick und im Zugriff. Erkunden Sie mit Ihrer Maus einfach auf dieser Seite die Möglichkeiten der Tag Cloud, die unten abgebildet ist.
Tagcloud
Eine "Tag Cloud" oder "Schlagwortwolke" ist die Visualisierung der Informationen einer Website, bei der Schlagworte in einer (dynamischen) Wolke dargestellt werden. Unterschiedliche Gewichtung drückt sich dabei in unterschiedlicher Größe aus.
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Unter dem Stichwort "Zweckentfremdet" wendet sich der Moraltheologe und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Eberhard Schockenhoff, gegen das BGH-Urteil und die PID. Die gesetzliche Festlegung, dass ein Embryo nur zum Zwecke der Schwangerschaft künstlich erzeugt werden darf, sei mit diesem Urteil ad absurdum geführt. Schließlich würden Embryos bei auffälligem Befund verworfen und damit nicht zum Zwecke ihrer Erhaltung erzeugt. Das verstoße gegen Menschenwürde, Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit; vor allem aber sieht Schockenhoff darin eine "unerträgliche Diskriminierung von behinderten Menschen". Formal beklagt Schockenhoff die Wortverdreherei, die den Gesetzessinn ins Gegenteil verkehre. Keine Exegese, sondern eine "erkennbar ergebnisbezogene Auslegung". hhp
MdEP Dr. med. Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher und Vorsitzender der AG Bioethik der EVP/Christdemokraten im Europäischen Parlament, fordert, "dass der Deutsche Bundestag so schnell wie möglich ein Verbot der PID erlässt". Beim BGH-Urteil (siehe Pressemitteilung) erschrecke ihn die Analogie zwischen Samenzell- und Embryonenauswahl, die den Unterschied zwischen Zellen vor und nach der Befruchtung verkenne. Zudem spreche der Vergleich mit dem europäischen Ausland gegen PID: Zum einen führten Schwangerschaften nach PID dort häufiger zu Abtreibungen als beim Bevölkerungsdurchschnitt, zum anderen erweise sich dort eine Begrenzung auf schwerwiegende Erkrankungen als unrealistisch. Überall dort, wo PID zugelassen sei, werden auch spätmanifeste Krankheiten diagnostiziert. Liese widerspricht damit dem Zeit-Artikel von Martin Spiewak ("Retorten-Embryonen" vom 8.7.), für den die bisherige Entwicklung im Ausland der Selektion und Diskriminierung Behinderter keinen Vorschub leiste. hhp